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Mit dem Fahrrad in Nürnberg unterwegs


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Bei Sonnenaufgang…

Heute 7:25 Uhr, kurz nach Sonnenaufgang im Knoblauchsland

Heute 7:25 Uhr, kurz nach Sonnenaufgang im Knoblauchsland

Obwohl es zurzeit spürbar frischer wird am Morgen, macht es mir immer noch viel Freude, mit dem Rad ins Büro zu fahren. Heute war ich etwas früher als sonst und habe diesen schönen Sonnenaufgang geknipst.

Auf den Straßen im Knoblauchsland, zwischen Nürnberg-Boxdorf und Fürth-Poppenreuth sind trotz fortschreitenden Herbsts immer noch viele Radfahrer unterwegs. Einige sehe ich mehrmals pro Woche und wir grüßen uns mittlerweile, wenn wir uns begegnen. Mir gefällt das. Welcher Autofahrer hat schon das Vergnügen, dass er von den Menschen, die im täglich entgegenkommen, ein herzliches „Guten Morgen“ zugerufen bekommt?

Am Abend ist es dann schon dunkel. Da sehe ich nur die Scheinwerfer und nicht wer dahinter strampelt…


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Den Winter überstehen (1)

So langsam fängt die Zeit an, in der das Radfahren beschwerlich wird. Ich muss mir z.B. vorher gut überlegen, was ich anziehe, damit ich nicht friere oder schwitze. Die Wahl des Fahrrads für die jeweilige Fahrt ist eingeschränkt. Bei Schmuddelwetter, Dunkelheit und Salz auf der Straße kommen manche meiner Räder einfach nicht in Frage.

Winterwetter in Anmarsch

Fahrrad im ersten Schnee

Ich fahre in den nächsten 3 Monaten hauptsächlich mit meinem alten Trekkingrad. Nachteil: Bei dem Dreck auf der Straße muss ich alle 1 bis 2 Wochen die Kette reinigen. Vorteil: Das Rad hat Schutzbleche, einen Nabendynamo und einen 40 Lux Scheinwerfer. Im letzten Winter bin ich mehrere Monate mit Spikes gefahren. Die Erfahrungen waren grundsätzlich positiv, aber sie kosten nun mal relativ viel Kraft beim Fahren.

Deswegen habe ich mich diesen Winter für eine andere Strategie entschieden: Ich habe 2 Radsätze, eins mit Sommerreifen (Schwalbe Marathon) und eins mit Winterreifen (Schwalbe Winter).

Schwalbe Winter (mit Spikes - hinten) und Schwalbe Marathon (vorne)

Schwalbe Winter (mit Spikes – hinten) und Schwalbe Marathon (vorne)

Wenn absehbar ist, dass das Wetter gut bleibt (so wie die kommende Woche), dann kommt der Radsatz mit den „Sommerreifen“, wenn es Richtung Schnee und Glätte tendiert, dann kommen die „Winterreifen“ drauf.

Ritzelwechsel

Ritzelwechsel

Das Vorderrad ist in 2 Minuten ausgetauscht. Das Hinterrad dauert etwa 10 Minuten, weil ich das Ritzel immer mit wechsle. Jetzt kann ich nur hoffen, dass das Wetter nicht zu oft wechselt…


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SKS Spoiler Pro

Ob dieses Teil zum Preis von 2,59€ etwas taugt, wird sich vermutlich in der kommenden Woche schon herausstellen

SKS Spoiler Pro

SKS Spoiler Pro

So wie es aussieht, wird es mehr als einmal regnen. Gelegenheit genug also, die Qualitäten dieses Stückchens Gummi zu testen. Ich verspreche mir dadurch vor allem weniger Dreck an der Kette. Die Fläche ist relativ gering, ich bin also eher skeptisch, ob es großartig was bringen wird, aber es war das einzige, was ich im Fahrradgeschäft gefunden habe. Übrigens wundert es mich, dass dieses Teil auf der Internet-Seite von SKS nicht auffindbar ist.

Ich werde wieder berichten 🙂


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Eine Radreise durch Bayern – Tag 2

Montag früh war die Welt grau, kalt und mit Nieselregen überzogen. Ich zog jetzt meine Regensachen an, die ich erst kurz vor München wieder ausziehen würde. Nicht weil es den ganzen Tag regnen würde, aber weil es wärmer war.

Feucht und kalt am Morgen

Feucht und kalt am Morgen

Das malerische Bad Tölz ließ ich schnell hinter mir und bald verlief der Radweg teilweise etwas weiter von der Isar entfernt. Ich liebe es durch unbekannte Dörfer zu fahren, wo es nach Heu und Kuhstall riecht.

So stellt man sich Bayern vor... nur mit Sonne

So stellt man sich Bayern vor… nur mit Sonne

Wieder so ein toll gespflegter Radweg

Wieder so ein toll gepflegter Radweg

Teilweise führte der Weg wieder über steile Geröllfelder, die den Isarradweg darstellen. An einer einsamen Hütte im Wald habe ich kurz pausiert und die Banane aus der Jugendherberge verdrückt. In Wolfratshausen habe ich bei einem Bäcker/Café was zu Mittag gegessen und heiße Kakao getrunken. Dann ging es wieder zurück auf die Piste.

Pause im Wald

Pause im Wald

Herrlich war die Strecke am Isarkanal. So ein stiller Ort in der Nähe der Großstadt München ist wunderbar.

Isarwehr / Isarkanal

Isarwehr / Isarkanal

Bei Grünwald wurde die Strecke für mein Trekkingrad mit 37-er Reifen fast unbefahrbar. Will man damit die Radfahrerhorden aus der Stadt fernhalten? Mehrere Teilabschnitte sind offensichtlich schon seit längerem gesperrt, lassen sich aber trotzdem befahren.

Isar

Isar

Als plötzlich rechts neben dem Radweg ein Elch herumlag, merkte ich, dass ich den Tierpark Hellabrunn erreicht hatte. Bei Familie meiner Frau konnte ich in München übernachten. Aber es waren noch anderthalb Stunden zu überbrücken, bis jemanden daheim sein würde. Also auf zum Marienplatz (voll!). Unterwegs hatte ich auf einer Tafel gelesen, dass es am Rindermarkt beim Umweltladen einen kostenlosen Radlplan von München geben würde. Der Laden gibt es aber seit einigen Jahren nicht mehr. Das erfuhr ich aber erst nach einigem Suchen bei der Touristeninfo im Rathaus. Den Plan würde ich aber beim Umweltreferat in der Bayernstraße bekommen. Ein schöne Gelegenheit die Stadt weiter mit dem Rad zu erkunden. Das Umweltreferat fand ich nicht, aber das Referat für Bildung und Sport. Die hatten den Plan auch vorrätig und damit ausgestattet fand ich mich 2 Straßen weiter an der Wiesn (Oktoberfest) wieder.

Oktoberfest

Oktoberfest

Auweia, so viele Menschen und so ein Krach (sehr voll!!!). Das war ich nach meiner einsamen Tour gar nicht mehr gewohnt. Einmal bin ich um die Theresienwiese herum geradelt (das ist netterweise erlaubt), staunte über mehrere Bierleichen und noch so einiges und machte mich dann langsam auf den Weg zu meinem Quartier, wo ich mich mit einer Tasse heißen Tee aufwärmte.

Am ersten Tag war ich (ab Mittag) ca. 35-40 km von der Österreichischen Grenze bis nach Bad Tölz gefahren. Die zweite Etappe schätze ich (mit Verschwenk nach Wolfratshausen und Stadtrundfahrt in München) auf ca. 70 km. Ich habe keinen Tacho am Rad, weil ich mich davon so gehetzt fühle, also kann ich nur in etwa die Werte des Routenplaners im Web übernehmen.

Für den Dienstag hatte ich noch keine Ahnung, wie weit ich kommen und wo ich die Nacht verbringen würde.


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Eine Radreise durch Bayern – Tag 1

Es ergab sich zufällig, dass meine Frau und ich am vergangenen Wochenende in Tirol waren. Als der Termin feststand, hatte ich schon bald die Idee, den Rückweg nach Nürnberg mit dem Fahrrad zu fahren, oder wenigstens den Teil ab der Grenze. Und so kam es: Am frühen Sonntagnachmittag wurde ich samt Fahrrad und Gepäck am alten Grenzübergang am Achenpass aus dem Auto gelassen. Für die Rückreise hatte ich mir 5 Tage eingeplant.

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Das erste Stück bis zur Sylvensteinsee führte über den Deutsch-Österreichischen Fernradweg „Via Bavarica Tyrolensis“ südlich der B307. Zustand: Verheerend, denn oftmals bestand der „Radweg“ nur aus Geröll oder er war komplett gesperrt, weshalb ich dann auf die Bundesstraße ausweichen musste.

Rustikaler "Radfernweg" Via Bavarica Tyrolensis

Rustikaler „Radfernweg“ Via Bavarica Tyrolensis

Der Belag war da zwar besser, aber mit dem schnellen Autoverkehr nur eine Armlänge neben mir war es nicht schön fahren.

Am Sylvensteinsee konnte ich durch einen Tunnel im Berg auf den Isartalradweg abbiegen.

Fahrradtunnel durch den Berg!

Fahrradtunnel durch den Berg!

Die nächsten 2 Tag würde ich mehr oder weniger an diesem Fluss entlang fahren.

Da unten ist die Isar

Da unten ist die Isar

Statt Sonne kam immer mehr kalter Wind auf. Via Lenggries (inkl. Umweg – leider nicht optimal beschildert) ging es noch bis Bad Tölz. Eine Beschilderung zur Jugendherberge ist im südlichen Teil der Ortschaft leider nicht vorhanden. Deswegen musste ich öfters nach dem Weg fragen bis ich meine Bleibe erreichte. Eine schöne, neue Jugendherberge, aber leider auch die teuerste, in der ich jemals übernachtet habe.

Die Wettervorhersage für Montag sah nicht gut aus…

Doppelbelegung der Strecke mit 2 Radfernwegen

Doppelbelegung der Strecke mit 2 Radfernwegen