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Mit dem Fahrrad in Nürnberg unterwegs


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Ausstellung „THE GOOD CITY“ aus Kopenhagen in Nürnberg

Heute Abend war die offizielle Eröffnung der Ausstellung „THE GOOD CITY“ im Offenen Büro, Lorenzer Straße 30 in Nürnberg. Sie zeigt Ideen und Fantasien aus Kopenhagen, die dazu entwickelt wurden, um das Wachstum des Radverkehrs in der Dänischen Hauptstadt weiter anzukurbeln.

Fachleute für Verkehr unterhalten sich.

Fachleute für Verkehr unterhalten sich in der Ausstellung.

Die Ausstellung geht bis 11.10.2015. Die Öffnungszeiten der Ausstellung sind Montag, Dienstag und Donnerstag von 8.30 bis 15.30 Uhr sowie Mittwoch und Freitag von 8.30 bis 12.30 Uhr.

Man sollte ein wenig Zeit mitnehmen, denn es gibt viel zu sehen und lesen. Weitere Infos gibt es –> hier

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Heute 100.000 !!!

Anzeige auf der Seite "Nürnberg steigt auf"

Anzeige auf der Seite „Nürnberg steigt auf“

Auf der Internetseite vom Verkehrsplanungsamt „Nürnberg steigt auf“ (http://www.nuernberg.de/internet/nuernberg_steigt_auf) ist am rechten Bildschirmrand der Zählerstand vom Vortag (Mitternacht) zu sehen. Die Daten kommen vom stationären Zähler am Königstorgraben (siehe –> Beitrag).

Gestern war wohl verhältnismäßig viel los für die Ferienzeit (über 3.300 Fahrer), so dass der 100.000. Radfahrer wohl heute Vormittag die Zählstelle passieren wird (oder bereits hat?). Eine beeindruckende Zahl für die Autostadt Nürnberg!

Der neue Fahrradzähler am Königstorgraben

Der neue Fahrradzähler am Königstorgraben

 


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Der Counter!

Viele Städte hatten ihn schon. Jetzt hat Nürnberg auch einen: Ein Fahrradzähler!

Der neue Fahrradzähler am Königstorgraben

Der neue Fahrradzähler am Königstorgraben

Am Königstorgraben zwischen Lorenzer Straße und Königstraße steht er und zählt den Radverkehr in beiden Richtungen. Voraussetzung ist, dass der Radfahrer über den Asphalt fährt, weil dort Induktionsschleifen eingelassen sind.

Natürlich gab es wieder Kritik, weil Steuergelder… etc. Aber ich finde die Sache gut. Danke an das Verkehrsplanungsamt! Ich wünsche mir noch so einen Zähler am Fuchsloch / Adolf-Braun-Straße an der Querung zum Pegnitztalradweg. Auch hier könnte der Autoverkehr durchaus mal wahrnehmen, dass mehrere Tausend Radfahrer täglich unterwegs sind!


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Der neue Fahrrad-Stadtplan ist da!

Vor ca. 2 Monaten kam die Neuauflage des Nürnberger Fahrrad-Stadtplans von der Presse. Nachdem in den letzten Jahren doch einige Änderungen in der Befahrbarkeit des Stadtraums stattgefunden haben, ist diese Karte ene sinnvolle Anschaffung. Die Karte wurde vom Verkehrsplanungsamt Nürnberg erstellt. Ehrenamtliche Helfer des ADFC haben bei der Überprüfung in den einzelnen Stadteilen unterstützt.

Erhältlich ist der neue Fahrradstadtplan für 4 EUR im ADFC-Infoladen (Heroldstraße 2, Nürnberg-N), im Buchhandel, in der NÜRNBERGINFO im Künstlerhaus, Königstraße 93, im BürgerInformationsZentrum im Rathaus, Hauptmarkt 18, und im Dienstleistungszentrum Bau, Lorenzer Straße 30.

Der neue Fahrrad-Stadtplan für Nürnberg

Der neue Fahrrad-Stadtplan für Nürnberg


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Lernen von Holland (1) – Ausfahrten

Ich möchte eine Serie mit praktischen Fahrradlösungen aus Holland starten. Es geht um kleinere und größere Lösungen für die Fahrrad-Infrastruktur. Was im holländischen Straßenbild ganz normal und selbstverständlich ist, ist es bei uns in Nürnberg und Umgebung noch lange nicht.

Speziell die andere Umsetzung vieler Details, macht das Radfahren in Holland im Alltag viel angenehmer und sicherer. Wer in Holland mal mit dem Rad unterwegs war, weiß die Vorteile der dort üblichen separaten Radwege-Infrastruktur zu schätzen. Dass diese mit den bei uns in Franken umgesetzten Radwegen oftmals nicht viel gemein hat, soll kein Grund sein, separate Radwege grundsätzlich abzulehnen, sondern dies soll ein Ansporn sein, die Radwege in Franken komfortabler und sicherer zu gestalten. Nur mit einer guten separaten Fahrrad-Infrastruktur, wird es möglich sein, ein großer Teil der Autofahrer zum Umstieg aufs Rad zu bewegen.

Das erste Thema: Grundstücksausfahrten.

Mit Erstaunen und Enttäuschung habe ich festgestellt, dass beim gerade fertiggestellten neuen Radweg an der Erlanger Straße, das herkömmliche Radfahrer-feindliche Ausfahrten-Design verwendet wurde, das wir seit Jahren kennen. Ich weise explizit auf dieses Beispiel hin, weil ich der Meinung bin, dass es besser geht. Und zwar ohne Mehraufwand! Und weil die bisherige Art der Umsetzung nicht mehr zeitgemäß ist.

Neuer Grundstücksausfahrt an der Erlanger Straße. Der Radweg ist unterbrochen.

Neuer Grundstücksausfahrt an der Erlanger Straße. Der Radweg ist unterbrochen.

Die Merkmale solcher Grundstücksausfahrten, die separierte Radwege/Fußwege kreuzen:

  • Der Asphalt des Radweges wird durch Plastersteine unterbrochen. Das ist erstens unbequem für den Radfahrer und zweitens unsicher, denn der Autofahrer, der die Ausfahrt verlässt, hat keinen deutlichen optischen Hinweis, dass er jetzt einen Radweg / Fußweg quert.
  • Das Niveau des Radweges wird bei jeder Ausfahrt abgesenkt. Auch das ist für den Radfahrer unbequem, vor allem wenn mehrere Ausfahrten direkt nacheinander platziert sind (siehe Bild unten). Man kommt sich vor wie bei einem Kamelritt. Das Sicherheitsproblem dieser Konstruktion: Der einbiegende Autofahrer kann ohne Abbremsen in die Einfahrt reinfahren, da die Absenkung auf Fahrbahnniveau ihm das ermöglicht.

Und dann stellt man fest: Diese Art von Ausfahrten sind zu 100% für die ein- und ausfahrenden Autos optimiert. Die Interessen der Radfahrer und Fußgänger werden hier überhaupt nicht berücksichtigt! Bei der Ausfahrt an der Erlanger Straße kann man sogar vermuten, dass diese vielleicht 2x täglich von einem Auto benutzt wird. Und an guten Tagen fahren hier sicherlich 1.000 Radfahrer vorbei. Das ist der eigentliche Skandal dieser Konstruktion.

Für eine fahrradfreundliche Stadt gehört sich das anders. In stelle hier mal die Lösung aus Holland (2 Beispiele) vor. Das wird nicht nur bei Ausfahrten, sondern auch bei der Querung von Seitenstraßen verwendet. (Auf die Seitenstraßen komme ich in einem zukünftigen Blog-Beitrag noch mal).

Grundstückseinfahrt mit Beton-Kerbstones. 2-Richtungsradweg

Holland 1: Grundstückseinfahrt mit Beton-Kerbstones. 2-Richtungsradweg

Holland 2: Grundstückseinfahrt für Radfahrer kaum auffällig.

Holland 2: Grundstückseinfahrt für Radfahrer kaum auffällig. Für Autofahrer aber sehr deutlich.

Was zeichnet diese Ausfahrt aus?

  • Der Radweg (durchgehend mit rotem Asphalt!) und der Fußweg werden auf dem gleichen Niveau weitergeführt (kein Kamelritt). Durch die Gestaltung der Oberfläche wird es dem ausfahrenden Autofahrer sofort deutlich, dass er hier mit querenden Verkehrsteilnehmern rechnen muss. Die Radfahrer und Fußgänger haben indes keine Komforteinbuße und können ungehindert weiter fahren und gehen.
  • Der einfahrende Autofahrer muss die kleine Rampe überwinden um Rad- und Fußweg zu queren. Dazu muss die Geschwindigkeit des Fahrzeugs erheblich reduziert werden. Ein weiterer Sicherheitsaspekt, der insbesondere bei separaten Radwegen sehr wichtig ist!

Man sieht, dass durch solche kleine aber durchdachte Maßnahmen, die Sicherheit und der Komfort für den Radverkehr erhöht werden können, ohne den Autoverkehr zu benachteiligen. Die Radfahrer in Nürnberg freuen sich, wenn die Planer des Verkehrsplanungsamtes dieses Design ab sofort bei neuen Radwegen übernehmen.

Anbei noch 2 Beispiele, wie es nicht sein sollte:

Schweinauer Hauptstraße

Schweinauer Hauptstraße

Sigmundstraße - Gehweg/Radfahrer frei. Mehrere Ausfahren nacheinander. Kopfsteinpflaster.

Sigmundstraße – Gehweg/Radfahrer frei. Mehrere Ausfahren nacheinander. Kopfsteinpflaster.

P.S. am 08.04.15: Das ursprüngliche Holland-Bild habe ich durch 2 bessere Beispiele ersetzt.