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Mit dem Fahrrad in Nürnberg unterwegs


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Kritik an Unfall-Berichterstattung

Zuerst ist es natürlich schockierend, was vor 2 Tagen in Erlangen passiert ist. Ein schreckliches Ereignis für alle Beteiligte und Verwandte. Den Unfallhergang möchte ich nicht kommentieren, dazu fehlen mir die relevanten Informationen und die Lust.

Um was es mir geht, ist die Art der Berichterstattung in den Lokalmedien. Zuerst wird korrekt über den Unfall berichtet. Dann aber geht es im letzten Absatz in die falsche Richtung:

Im Satz zuvor wird beschrieben, dass der Radfahrer gestorben ist. Im Anschluß kommt die Information, dass der Autofahrer einen Schock erlitten hat. Das ist verständlich und auch schlimm. Aber warum müssen Automarke und -Typ genannt werden? Und der Sachschaden am VW Tiguan in Höhe von ca. 1000 Euro? Was ist da passiert? Gab es vielleicht einen Kratzer im Lack der Stoßstange? Wo ist da die Relevanz und die Relation zum Unfalltot eines Menschen?

Warum werden Marke und Typ des Fahrrads nicht erwähnt? Und die Höhe des Sachschadens am Fahrrad?: „Am Hercules De Luxe enstand ein Totalschaden in Höhe von ca. 400 Euro“. Merkst du es auch? Wie albern das klingt? Deswegen wäre ich dafür, dass solche Berichte nicht einfach 1:1 aus dem Unfallbericht der Polizei übernommen werden, sondern dass Journalisten hier für Qualität und etwas Pietät sorgen. Lasst den Auto-Unsinn einfach weg!

Ich schicke diesen Beitrag mal an die Redaktion. Hoffentlich bewirkt das was.


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Unfallstatistik Nürnberg 2013 veröffentlicht

Wie jedes Jahr hat die Polizei die Unfallzahlen des Vorjahres wieder veröffentlicht. Den kompletten Bericht findet man HIER. Die Seite für den Radverkehr habe ich noch mal extra rausgeholt:

Quelle: Verkehrsunfallstatistik Polizeipräsidium Mitelfranken 2013

Quelle: Verkehrsunfallstatistik Polizeipräsidium Mitelfranken 2013

und dazu die Kommentarzeilen:

Quelle: Verkehrsunfallstatistik Polizeipräsidium Mitelfranken 2013

Quelle: Verkehrsunfallstatistik Polizeipräsidium Mitelfranken 2013

Grundsätzlich ist zu begrüßen, dass die Anzahl Radverkehrsunfälle zurückgegangen ist. Aber leider war 2013 wieder ein tödlicher Radunfall zu beklagen. Bedenklich ist, wie viele Fußgänger (7!) außerdem verunfallt sind.


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Ghost bike an Unfallstelle aufgestellt

Ghostbike an der Ecke Gleisbühlstraße / Blumenstraße

Ghost bike an der Ecke Gleißbühlstraße / Blumenstraße

Heute, am 25.11.13, wurde an der Unfallstelle, an der vor 4 Wochen eine Radfahrerin zu Tode kam, ein sogenanntes ghost bike aufgestellt.

Die Initiative dazu kam aus Kreisen von Critical Mass-Teilnehmern und wurde vom ADFC unterstützt. Um 20 Uhr fanden sich ca. 40 Radfahrer an der Ecke Gleißbühlstraße / Blumenstraße für eine kurze Gedenkveranstaltung zusammen. Mehrere Anwesende zündeten Kerzen an und ein Teil sprach gemeinsam ein kurzes Gebet, einige hatten Blumen dabei.

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Ich hoffe, dass das ghost bike für einige Zeit ein Mahnmal bleibt.

Siehe auch:


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Todesstelle

Nürnberg, an der Ecke Gleißbühlstraße / Blumenstraße. Heute vor 2 Wochen wurde an dieser Stelle eine 44-jährige Radfahrerin von einem abbiegenden LKW getötet.

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In der Ecke des Gebäudes einige Blumen, Kerzen und Sachen, die Leute aus Anteilnahme hingelegt haben.

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Es gab Pläne aus Kreisen des Critical Mass, ein Ghostbike an der Stelle zu platzieren. Das wäre ein gute Idee.


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Radfahrerin heute tödlich verunglückt

Trotz Zunahme des Radverkehrs in Nürnberg, gab es dieses Jahr weniger Unfälle mit Radbeteiligung und tödliche Unfälle gab es schon seit einigen Jahren nicht mehr. Leider hat sich das heute Vormittag geändert als eine Radfahrerin von einem LKW beim Abbiegen übersehen wurde. Ein sehr schlimmer Unfall, an dem die Radfahrerin offenbar keine Schuld hatte.

Ich habe keine Worte für das was da passiert ist, es beschäftigt mich sehr, weil ich die Stelle schon oft passiert habe. Die Stelle ist nicht besonders gefährlich. Die Tatsache, dass da trotzdem so ein schlimmer Unfall passieren konnte ist eine Warnung an alle, immer auf der Hut zu sein.

Arme Frau.