nürnberg2rad

Mit dem Fahrrad in Nürnberg unterwegs


4 Kommentare

Radfahrer absteigen…. mal wieder….

Baustelle Sigmundstraße

Baustelle Nürnberg Sigmundstraße

Dieses unappetitliche Schild „Radfahrer frei“ sollte es nach Anordnung vom Verkehrsplanungsamt in Nürnberg eigentlich nicht mehr an Baustellen geben.

Freitag Vormittag (08.05.15) komme ich an der Sigmundstraße an diese Baustelle. Ich habe angehalten und die Herren der N-Ergie gefragt, wer angeordnet hat, dass dieses Schild dort hängt. „Das haben wir gemacht“, hieß es dann.

Die Baustellen werden von SÖR, von Fremdfirmen und auch von der N-ergie errichtet. Es wird noch einige Zeit dauern, bis die positiven Vorstellungen der Stadtverwaltung bis in die ausführenden Ebenen durchgedrungen sind. Ich werde mich mal dran versuchen…

Advertisements


9 Kommentare

Schnee von gestern…

Bei allen Situationen im Verkehr habe ich „die Radfahrerbrille auf“. Dadurch kann ich mir manchmal schlecht vorstellen, dass es Mitbürger gibt, die überhaupt kein Gespür für den Radverkehr haben. Aber es gibt sie und zwar nicht wenige. Problematisch wird es, wenn diese Menschen zur gleichen Zeit am gleichen Ort sind oder wenn sie bei einer Behörde arbeiten, die etwas mit dem Strassenverkehr zu tun hat.

Angefrorene Schneereste sind gefährlich

Angefrorene Schneereste sind gefährlich. Ausweichen nach links oftmals auch.

In der vergangenen Woche hat es einige Male geschneit in Nürnberg. Wie üblich, rücken dann die Räumfahrzeuge des SÖR (Service öffentlicher Raum) aus und schieben den Schnee von den Straßen und streuen tonnenweise Salz (interessanterweise wurde jedem einzelnen Bürger verboten ein paar Gramm Salz vor der Haustüre zu streuen).

Was an vielen Stellen in der Stadt wieder zu bewundern war: Die einen Räumfahrzeuge schoben den Schnee von der Straße auf den … Radweg. Und die anderen Räumfahrzeuge schoben den Schnee von den Gehsteigen auf den … Radweg. Und die Radwege?

Für die Radwege existiert seit einigen Jahren in Nürnberg einen separaten Räumungsplan ( –> hier geht es zur Internetseite des SÖR). Das ist schon mal positiv. Vor allem weil es eine Abarbeitung nach Prioritäten vorsieht. Allerdings deckt der Plan nur ein grobes Raster an Radwegeverbindungen ab. Und da sehe ich einen Mangel.

Radfahrer sind -anders als vor 25 Jahren- heute auch im Winter täglich unterwegs. Und Radfahrer können sich nicht immer nur die geräumten Hauptverkehrsrouten aussuchen. Die letzten 2 km das Rad schieben, oder was? Das sollte man mal einem Autofahrer zumuten. Die abgebildete Virnsberger Straße im Südwesten der Stadt fehlt z.B. komplett auf dem SÖR-Winterplan für Radverkehr.

Andererseits habe ich Verständnis dafür, dass der SÖR nicht alles in 1 oder 2 Tagen schafft. Aber wenn der letzte Schneefall schon einige Tage her ist, sollte ich als Pendler erwarten dürfen, dass auch der letzte Radweg und Radstreifen im Stadtgebiet befahrbar ist. Und überhaupt: Warum kann der Mensch, der ohnehin die Auto-Fahrbahn von Schnee befreit, diesen so weit zur Seite schieben, dass der Radstreifen gleich mit gereinigt wird? Nee, stattdessen werden sogar an einigen Stellen richtige Schneeberge auf dem Radstreifen liegen gelassen. Oder war es evt. der Schneeräumer der Firma, rechts auf dem Bild? Egal, wer es war, ein minimales Verständnis für den Radverkehr sollten Schneeräumer schon haben!

Schneehügel am Radstreifen. Wer macht denn so was?

Schneehügel am Radstreifen. Welcher Schneeräumer macht denn so was?


8 Kommentare

3x Beck’s und eine gute Tat

Ich bin kein Biertrinker und kenne mich damit nicht aus. Aber wer Beck’s trinkt, hat bei mir erst mal einen schlechten Stand. Auf der Radroute zwischen Nürnberg und Erlangen, genauer gesagt zwischen Nürnberg-Reutles und Erlangen-Tennenohe, hat irgendein Depp innerhalb von 500 Metern 3 Bierflaschen kaputt geschmissen.

Flasche 2

Flasche 2

Wenn ich irgendwas hasse, dann ist es Glas auf der Straße. Als Radfahrer merkt man das Malheur meistens erst zu spät, also dann, wenn es unter den Reifen knirscht. Danach bleibt ein banges Abwarten ob die Reifenmäntel den Scherben widerstehen konnten.

Da die Strecke zwischen Nürnberg und Erlangen sehr viel von Radfahrern befahren wird und zwar auch in der Dunkelheit, habe ich meine Kehrsachen zusammengepackt und mich entschieden, die Sache selbst sofort in die Hand zu nehmen. Der Abschnitt mit den Flaschen ist ohnehin so ein Stück Niemandsland, wofür die Zuständigkeit während den Feiertagen vermutlich schwer zu klären sei. Deswegen habe ich lieber nicht den SÖR (Service Öffentlicher Raum – Nürnberg) und das Staatliche Bauamt bemüht. Bevor die Scherben noch 2 Wochen weiter über den Weg verteilt werden und ggf. mehrere Reifenpannen verursachen. Schneien soll es außerdem ab heute Nachmittag. Dann ist nix mehr mit Scherben einsammeln.

Hinterher-Anhänger als Räumfahrzeug

Hinterher-Anhänger als Räumfahrzeug

Mein Hinterher-Radanhänger konnte für die Aktion wieder mal gute Dienste leisten. Auch wenn es nicht weit war (<2km) hat er sich doch als praktisch erwiesen.

So, jetzt mal warten auf den Schnee….


2 Kommentare

Urban Gardening in Nürnberg-Thon

An der Endhaltestelle der Straßenbahn beobachte ich schon seit einigen Wochen eine Rückeroberung der Natur im urbanen Raum. Leider genau an der Fahrradabstellanlage 😉

Fahrradständer an der Endhaltestelle der Straßenbahn in Thon

Fahrradständer an der Endhaltestelle der Straßenbahn in Thon

Sind das schon die ersten Zeichen der Auflösung der Endhaltestelle? Sie wird bekanntlich verlegt, wenn die Straßenbahn 3 km weiter nördlich bei „Am Wegfeld“ endet, aber bis sie fährt, werden wir noch 2 Jahre warten müssen… Mal schauen wie groß die Sträucher bis dahin geworden sind.


4 Kommentare

Verirrte Schneehäufchen

Vor 6 Tagen hat es zuletzt geschneit. Trotzdem sind an manchen Stellen noch die verirrten Überreste zu sehen.

Fürth, Magazinstraße

Fürth, Magazinstraße

In der Magazinstraße in Fürth hat eine Straßenreinigung den Schnee vom 2,5m breiten Fußweg fein säuberlich auf den schmalen Radweg geschoben. Eine beachtliche Leistung!

Nürnberg, Marienstraße

Nürnberg, Marienstraße

Warum liegt hier noch so ein rutschiger Haufen? Hat da der Schneepflug pausiert? Warum wird nicht vom Radweg auf die Autospur geschoben? Ach, ist ja egal. Es ist alles nicht schlimm dieses Jahr, hoffentlich wird es bald Frühling…


Ein Kommentar

Der ADFC zieht magere Bilanz 2013

Artikel auf www.nordbayern.de

Artikel auf www.nordbayern.de

Der ADFC hat am Ende des Jahres mal zusammengerechnet, was eigentlich mit der versprochenen 1 Million Förderung des Radverkehrs in 2013 gemacht wurde: Herzlichst wenig! Der Artikel in den nürnberger Zeitungen fasst die Situation gut zusammen.

Die städtischen Finanzierungsmethoden sind für Laien schwer zu durchschauen und das Geld ist auch irgendwo verplant, aber leider sieht der radfahrenden Nürnberger davon in den Straßen der Stadt fast nichts. Es passiert zu wenig und leider wird das Geld mittlerweile mit großen Auto-Straßenbau-Projekten vermischt, so dass unterm Strich die vielen erforderlichen kleinen Maßnahmen auf der Strecke bleiben.Da helfen auch Aktionen wie „Nürnberg steigt auf“ oder den Titel „Fahrradfreundliche Kommune“ nichts.

CSU und SPD im Stadtrat machen nicht den Eindruck, daran interessiert zu sein, grundlegende Änderungen an der aktuellen Situation herbeizuführen. Mir scheint es, als ob beide Parteien vor den Kommunalwahlen Angst haben, als zu viel „Pro-Radverkehr“ verschrieen zu werden (und damit Autofahrer-Stimmen zu gefährden). Aus meiner Sicht unverständlich, denn jeder Autofahrer, der aufs Rad umsteigt reduziert die Verkehrsprobleme der Stadt, auch für die anderen Autofahrer.

Ist das so schwer zu verstehen und zu vermitteln?


8 Kommentare

Fuchsloch: Radfahrer frei, aber nur halb…

Was bei jedem in Nürnberg als Fuchsloch bekannt ist, heißt offiziell Adolf-Braun-Straße. Unten im Tal läuft der vielbefahrene Pegnitztalradweg. Er verbindet Nürnberg und Fürth ampelfrei miteinander. Von den vielen Radfahrern, die hier täglich unterwegs sind, biegen einige in die Adolf-Braun-Straße Richtung Süden zur Fürther-Straße / Sigmundstraße ab. Was dann kommt ist nicht schön: Der Weg ist sehr schmal und voller Autos. An der rechten Seite liegt die Kläranlage, die bei ungünstiger Witterung einen üblen Geruch abgibt. Und dann muss man mit dem Rad noch den steilen Hang hinauf.

Fuchsloch: Gehweg für Radfahrer frei (vor der Kläranlage)

Fuchsloch: Gehweg für Radfahrer frei (vor der Kläranlage)

Zum Glück darf man hier auf dem Gehweg fahren. Ansonsten nicht empfehlenswert, aber hier ist es mangels Alternativen angebracht. Die Bordsteinkante ist hier abgesenkt, ganz normal eigentlich…bis man oben ankommt.

Keine Bordsteinabsenkung. SÖR hält das für nicht erforderlich

Keine Bordsteinabsenkung. SÖR hält das für nicht erforderlich

Oben fehlt eine Bordsteinabsenkung. Also bleibt nur ein „über die Kante hüpfen„. Warum geht das nicht besser? Ist das eine „Fahrradfreundliche Stadt“?

Also habe ich bei SÖR (Service Öffentlicher Raum) eine online-Meldung platziert und um die Absenkung der Bordsteinkante gebeten. Auf die vielen Radfahrer und die Stürzgefahr beim Runterhüpfen habe ich natürlich hingewiesen.

Der Anruf von SÖR kam einige Wochen später und war ernüchternd: Man wolle hier keine Absenkung vornehmen. Die Radfahrer sollen doch nicht direkt in den rollenden Verkehr gelenkt werden! Außerdem gibt es 10 Meter weiter um die Kurve einen Parkplatz mit Bordsteinabsenkung. Die soll man nutzen. Das werde der SÖR nicht noch eine anlegen. Außerdem hat sich noch nie jemanden darüber beschwert!

Ich war entsetzt, habe den Herrn erzählt, dass das alles komplett praxisfremd sei, was er da vorschlägt, aber er ließ sich nicht von seinem Standpunkt (= nichts tun) abbringen. Die genannte Absenkung an dem Parkplatz gibt es tatsächlich, aber wer will wohl einen Umweg über einen Parkplatz um wieder auf die Straße zu kommen? Außerdem ist die Ecke viel schlechter einsehbar und damit viel gefährlicher als eine Absenkung an einer Stelle links auf dem Foto.

Deswegen bitte ich jeden, der das hier liest und auch diese Stelle kennt: Schreibe eine Meldung an SÖR und bitte ebenfalls um eine Absenkung der Bordsteinkante an der Südseite der Adolf-Braun-Straße. Ich bin mir sicher, dass ich nicht der Einzige bin, der davon genervt ist. Zur Meldung geht es –> hier