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Mit dem Fahrrad in Nürnberg unterwegs


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Schnee von gestern…

Bei allen Situationen im Verkehr habe ich „die Radfahrerbrille auf“. Dadurch kann ich mir manchmal schlecht vorstellen, dass es Mitbürger gibt, die überhaupt kein Gespür für den Radverkehr haben. Aber es gibt sie und zwar nicht wenige. Problematisch wird es, wenn diese Menschen zur gleichen Zeit am gleichen Ort sind oder wenn sie bei einer Behörde arbeiten, die etwas mit dem Strassenverkehr zu tun hat.

Angefrorene Schneereste sind gefährlich

Angefrorene Schneereste sind gefährlich. Ausweichen nach links oftmals auch.

In der vergangenen Woche hat es einige Male geschneit in Nürnberg. Wie üblich, rücken dann die Räumfahrzeuge des SÖR (Service öffentlicher Raum) aus und schieben den Schnee von den Straßen und streuen tonnenweise Salz (interessanterweise wurde jedem einzelnen Bürger verboten ein paar Gramm Salz vor der Haustüre zu streuen).

Was an vielen Stellen in der Stadt wieder zu bewundern war: Die einen Räumfahrzeuge schoben den Schnee von der Straße auf den … Radweg. Und die anderen Räumfahrzeuge schoben den Schnee von den Gehsteigen auf den … Radweg. Und die Radwege?

Für die Radwege existiert seit einigen Jahren in Nürnberg einen separaten Räumungsplan ( –> hier geht es zur Internetseite des SÖR). Das ist schon mal positiv. Vor allem weil es eine Abarbeitung nach Prioritäten vorsieht. Allerdings deckt der Plan nur ein grobes Raster an Radwegeverbindungen ab. Und da sehe ich einen Mangel.

Radfahrer sind -anders als vor 25 Jahren- heute auch im Winter täglich unterwegs. Und Radfahrer können sich nicht immer nur die geräumten Hauptverkehrsrouten aussuchen. Die letzten 2 km das Rad schieben, oder was? Das sollte man mal einem Autofahrer zumuten. Die abgebildete Virnsberger Straße im Südwesten der Stadt fehlt z.B. komplett auf dem SÖR-Winterplan für Radverkehr.

Andererseits habe ich Verständnis dafür, dass der SÖR nicht alles in 1 oder 2 Tagen schafft. Aber wenn der letzte Schneefall schon einige Tage her ist, sollte ich als Pendler erwarten dürfen, dass auch der letzte Radweg und Radstreifen im Stadtgebiet befahrbar ist. Und überhaupt: Warum kann der Mensch, der ohnehin die Auto-Fahrbahn von Schnee befreit, diesen so weit zur Seite schieben, dass der Radstreifen gleich mit gereinigt wird? Nee, stattdessen werden sogar an einigen Stellen richtige Schneeberge auf dem Radstreifen liegen gelassen. Oder war es evt. der Schneeräumer der Firma, rechts auf dem Bild? Egal, wer es war, ein minimales Verständnis für den Radverkehr sollten Schneeräumer schon haben!

Schneehügel am Radstreifen. Wer macht denn so was?

Schneehügel am Radstreifen. Welcher Schneeräumer macht denn so was?


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Verirrte Schneehäufchen

Vor 6 Tagen hat es zuletzt geschneit. Trotzdem sind an manchen Stellen noch die verirrten Überreste zu sehen.

Fürth, Magazinstraße

Fürth, Magazinstraße

In der Magazinstraße in Fürth hat eine Straßenreinigung den Schnee vom 2,5m breiten Fußweg fein säuberlich auf den schmalen Radweg geschoben. Eine beachtliche Leistung!

Nürnberg, Marienstraße

Nürnberg, Marienstraße

Warum liegt hier noch so ein rutschiger Haufen? Hat da der Schneepflug pausiert? Warum wird nicht vom Radweg auf die Autospur geschoben? Ach, ist ja egal. Es ist alles nicht schlimm dieses Jahr, hoffentlich wird es bald Frühling…