nürnberg2rad

Mit dem Fahrrad in Nürnberg unterwegs


Hinterlasse einen Kommentar

3 Veranstaltungen für Fahrrad-begeisterte

Auf die folgenden 3 Veranstaltungen, die in den kommenden Wochen in Nürnberg stattfinden, möchte ich aufmerksam machen:

Drittes Nürnberger Fahrrad Filmfestival

vom 8. bis 10. Mai

vom 8. bis 10. Mai

3 Tage lang lauter Filme rund ums Fahrrad. Vom 8. bis 10. Mai im Casablanca Kino in der Südstadt. Kartenreservierung ist sehr empfohlen.Es werden extra Fahrradständer von der Stadt Nürnberg hingestellt, damit jeder sein Rad anschliessen kann. Mehr zum Programm unter www.casa.bike oder klicke auf das Bild hier oben.

Retro Rennradtour

16. Mai

16. Mai

Eine Ausfahrt mit alten Rennrädern von vor 1993. Ich habe die Tour in den letzten Jahren schon mehrfach gemacht und fand es immer wieder schön. Jeder mit einem alten Rennrad kann mitmachen. Abfahrt am 16. Mai um 10 Uhr an der Coubertinstraße in Fürth. Infos auch auf der ADFC-Seite.

Cyclehack Nuremberg

19. bis 21. Juni

19. bis 21. Juni

Für Nürnberg noch unbekannt, aber sehr interessant. Vom 19. bis 21. Juni findet weltweit der Cyclehack statt. Aus der ganzen Welt nehmen Gruppen an der Veranstaltung teil. Ziel ist es, in den 3 Tagen Lösungen für alltägliche Fahrradprobleme zu entwickeln und umzusetzen. Dafür wurde mit dem FabLab ein idealer Veranstaltungsort gewählt. Die Teilnehmer können dort basteln, schrauben, schweißen und werden kulinarisch perfekt versorgt. Anmeldung auf der Seite www.cyclehack.de


2 Kommentare

Eine Radreise durch Bayern – Schilder am Wegesrand

Auf meiner Reise quer durch Bayern letzte Woche, habe ich ein paar besondere Verkehrsschilder festgehalten.

Kombinierter Rad-/Gehweg ohne Radfahren !?

Kombinierter Rad-/Gehweg ohne Radfahren !?

Ist die Brücke nur für Radfahrer unter 2,5 Tonnen?

Ist die Brücke nur für Radfahrer unter 2,5 Tonnen?

In München gesehen. Vermutlich eher als Aufklärungsmaßnahme für Autofahrer

In München gesehen. Vermutlich eher als Aufklärungsmaßnahme für Autofahrer. Ob es sich für Radfahrer zwischen den Staßenbahnschienen sicherer fahren lässt?


8 Kommentare

Eine Radreise durch Bayern – Tag 4

Am Sonntagnachmittag war ich an der Österreichischen Grenze mit dem Rad losgefahren. Jetzt war es Mittwoch und zum ersten Mal gab es einen strahlend blauen Himmel und Sonne! Trotzdem war es vor allem im Schatten noch sehr kalt. Beim Start in Kelheim hatte ich Handschuhe an und eine Mütze unterm Helm.

Altmühltal am Morgen

Altmühltal am Morgen

Schon bald trennten sich Donau- und Altmühlradweg. Letzteren würde ich jetzt bis Dietfurt befahren. Am lieblichen Riedenburg vorbei über fein geschotterte Radwege, die überwiegend sehr angenehm zu fahren waren. Etwas häufiger als bisher machte ich kleine Päuschen um die Sonne zu genießen, auch mal ausgestreckt auf einer Holzbank. So hätte es von Anfang an sein dürfen. Das Altmühltal ist sehr schön und um diese Jahreszeit nicht mehr so voll wie im Sommer.

Riedenburg a.d. Altmühl

Riedenburg a.d. Altmühl

Ab Dietfurt hielt ich mich rechts, verließ den Altmühlradweg und folgte dem Main-Donau-Kanal. Der Kanal wird zum Großteil beidseitig von unbefestigten Wegen flankiert. Bis Nürnberg würde ich keine Ampeln mehr sehen. Relativ flach und gerade ist es außerdem am Kanal.

Main-Donau-Kanal

Main-Donau-Kanal

Dazu kam noch ein immer stärker werdende Rückenwind. Plötzlich kam ich sehr schnell vorwärts, ohne viel Anstrengung unternehmen zu müssen. Da kam richtig Freude und Zufriedenheit auf. Die Strecke war über weite Strecken menschenleer. Sonne, Wiesen, Äcker, Kanal, ab und zu ein Schiff und eine Schafsherde. Das war eine andere Kategorie als am Tag zuvor bei trübem Wetter an dem öden Isarradweg zu fahren. Mein ursprünglicher Plan war, nur bis Roth zu radeln und von da mit der S-Bahn die letzten 30km zu absolvieren. Als ich bereits um ca. 15 Uhr auf Höhe von Roth noch mal pausierte, war mir klar, dass ich bis nach Hause weiterfahren würde.

Eine "Mauer" als Kunstwerk am Kanal. Endet hier die Oberpfalz?

Eine „Mauer“ als Kunstwerk am Kanal. Endet hier die Oberpfalz?

Von Dietfurt bis kurz vor Nürnberg war der Weg am Kanal in einem tadellosen Zustand. Vermutlich da, wo der Zuständigkeitsbereich wechselt, war es plötzlich vorbei. Schlaglöcher, kleine Löcher, Waschbrett-ähnliche Abschnitte. Auf einmal machte es nicht viel Spaß mehr am Kanal entlang zu fahren. Hinzu kam noch die Baustelle inkl. Umleitung für die neue Schiffsanlegestelle nördlich der Eibacher Schleuse.

Umleitung ab Eibach - hier wird für viel Geld eine Anlegestelle für Flußkreuzfahrtschiffe gebaut

Umleitung ab Eibach – hier wird für viel Geld eine Anlegestelle für Flußkreuzfahrtschiffe gebaut

Dabei ist es eigentlich genial, ohne Ampeln, Kreuzungen und Autos weiterfahren zu können. Die Infrastruktur am Kanal sollte meiner Meinung nach erheblich verbessert werden, z.B. durch Asphaltierung im Bereich der Städte Nürnberg, Fürth und Erlangen, damit die Strecke im Winter geräumt und ganzjährig genutzt werden kann.

Der Nürnberger Fernsehturm

Der Nürnberger Fernsehturm

Ich bin bis Fürth-Atzenhof am Kanal weitergefahren. Von da aus waren es noch einige Kilometer im normalen Berufsverkehr bis nach Hause. Es waren -wie am Tag zuvor- wieder ca. 125km geworden. Ich hatte nicht gedacht, in 2 Tagen von München bis nach Nürnberg fahren zu können. Aber es geht und ich werde es sicherlich wieder mal machen. Vielleicht dann mal von Nord nach Süd.

Schön war es!


Hinterlasse einen Kommentar

Eine Radreise durch Bayern – Tag 3

Auf meiner Reise von der Österreichischen Grenze bis nach Nürnberg war ich letzten Montag in München angekommen. Der Dienstag war der dritte Tag. Mein Gastgeber musste schon bald aufstehen um ins Büro zu kommen und so kam es, dass ich schon um 7:45 Uhr auf dem Rad saß. Es war wieder kalt, es nieselte schon wieder und außerdem war es noch relativ dunkel. Von der Museumsinsel Richtung Norden an der Isar entlang kamen mir die ersten 10 km noch viele Fahrrad-Pendler entgegen, dann wurde es schlagartig ruhig. Was jetzt für die nächsten Stunden folgen würde lässt sich kaum beschreiben. Es war ein langer, öder, teilweise schlechter Schotterweg, von dem ich nur durch die tiefen, lauten Flugzeuge bei Hallbergmoos etwas abgelenkt wurde.

Eintöniger Schotterweg für ca. 40km

Eintöniger Schotterweg für ca. 40km

Stellt man sich mitten in so einer Wildnis mit seiner Fahrradkarte irgendwo hin, kommt mit Sicherheit innerhalb von Minuten ein Ortskundiger, der sich gerne anbietet. So auch einige Kilometer vor Freising, wo ich vor missverständlichen „hier-geht-es-nicht-weiter-Schildern“ stand. Ein älterer Herr, der auf dem Rad unterwegs war, riet mir, den anderen Ufer zu nehmen. Beim Davonfahren sagte er, dass er selbst nicht mehr so schnell fährt, er ist ja schließlich schon fast 80. Solche Begegnungen sind einfach nur schön.

Freising

Freising

In Freising habe ich viel zu lange nach einem Supermarkt gesucht. Noch etwas Brot, Käse und Aufstrich gekauft und dann raus aus der Stadt! Es war noch nicht einmal 11 Uhr und ich war schon richtig weit gekommen heute. Ich wollte noch richtig weit kommen. Ca. 10 km nordöstlich von Freising verließ ich den Isarradweg um auf den Abensradweg Richtung Norden nach Abensberg zu fahren. Jetzt war dieser öder Isarradweg weg, aber dafür kam die Hügellandschaft der Hallertau.

Am Abensradweg

Am Abensradweg

Das war anstrengender als ich dachte. Bergauf schwitzen, runterwärts wieder dick anziehen, denn es war immer noch sehr frisch. Irgendwo in einem Dorf habe ich meine Mittagspause auf einer Holzbank eingelegt. Ich mag es so einfach zu Mittag zu essen. Aber nur, wenn es trocken ist und nicht friert.

Lekker Mittagessen!

Lekker Mittagessen!

Hallertau

Hallertau

Zwischen meist abgeernteten Hopfenfeldern hindurch kam ich am Nachmittag in Abensberg an. Von hier aus müsste der Radweg nach Kelheim ausgeschildert sein. Gerade hatte ich telefonisch ein Zimmer in der dortigen Jugendherberge reserviert. Eine Sorge weniger. Aber ich fand den Einstieg zum Radweg nach Kelheim nicht.

Beim Herumirren in Abensberg sah ich unerwartet das Hundertwasser-Haus an der anderen Seite der Kreuzung. Ich wollte aber dringend weiter, denn die Jugendherberge in Kelheim liegt auf einem steilen Berg (das hatte mir der nette Herr der Reservierung mitgeteilt) und deswegen hatte ich gleich schon mal das Abendessen mitbestellt. Aber dann müsste ich bis 18 Uhr in Kelheim sein. Und wo war noch mal dieser blöder Radweg?

Hundertwasser-Haus in Abensberg

Hundertwasser-Haus in Abensberg

Meine Karte war nicht sonderlich detailliert, aber damit orientierte ich mich Richtung Bahnhof und jawohl, ab da wurde der Radweg angezeigt. Leider nicht sehr eindeutig, denn schon nach wenigen Kilometern hatte ich die Beschilderung schon wieder verloren. Durch Felder und Wiesen kam ich doch in die richtige Richtung und irgendwann stimmte der Weg wieder. Es wurde aber ordentlich anstrengend und als dann bei einer steilen Steigung meine Kette zum zweiten Mal an dem Tag heruntersprang, musste ich erst mal herzlich fluchen und schimpfen.

Bei Kelheim ging der Radweg nahtlos in den Donauradweg über. Die Jugendherberge liegt in einem Vorort von Kelheim. Die Steigung dorthin beträgt 22% über ca. 500m hinweg. Da half nur noch schieben, langsam schieben. Völlig platt kam ich nach geschätzten 125-130km an. Um 5 Minuten vor 18 Uhr. Gegessen habe ich bestimmt für 3 Personen, so hungrig war ich.


Hinterlasse einen Kommentar

Eine Radreise durch Bayern – Tag 2

Montag früh war die Welt grau, kalt und mit Nieselregen überzogen. Ich zog jetzt meine Regensachen an, die ich erst kurz vor München wieder ausziehen würde. Nicht weil es den ganzen Tag regnen würde, aber weil es wärmer war.

Feucht und kalt am Morgen

Feucht und kalt am Morgen

Das malerische Bad Tölz ließ ich schnell hinter mir und bald verlief der Radweg teilweise etwas weiter von der Isar entfernt. Ich liebe es durch unbekannte Dörfer zu fahren, wo es nach Heu und Kuhstall riecht.

So stellt man sich Bayern vor... nur mit Sonne

So stellt man sich Bayern vor… nur mit Sonne

Wieder so ein toll gespflegter Radweg

Wieder so ein toll gepflegter Radweg

Teilweise führte der Weg wieder über steile Geröllfelder, die den Isarradweg darstellen. An einer einsamen Hütte im Wald habe ich kurz pausiert und die Banane aus der Jugendherberge verdrückt. In Wolfratshausen habe ich bei einem Bäcker/Café was zu Mittag gegessen und heiße Kakao getrunken. Dann ging es wieder zurück auf die Piste.

Pause im Wald

Pause im Wald

Herrlich war die Strecke am Isarkanal. So ein stiller Ort in der Nähe der Großstadt München ist wunderbar.

Isarwehr / Isarkanal

Isarwehr / Isarkanal

Bei Grünwald wurde die Strecke für mein Trekkingrad mit 37-er Reifen fast unbefahrbar. Will man damit die Radfahrerhorden aus der Stadt fernhalten? Mehrere Teilabschnitte sind offensichtlich schon seit längerem gesperrt, lassen sich aber trotzdem befahren.

Isar

Isar

Als plötzlich rechts neben dem Radweg ein Elch herumlag, merkte ich, dass ich den Tierpark Hellabrunn erreicht hatte. Bei Familie meiner Frau konnte ich in München übernachten. Aber es waren noch anderthalb Stunden zu überbrücken, bis jemanden daheim sein würde. Also auf zum Marienplatz (voll!). Unterwegs hatte ich auf einer Tafel gelesen, dass es am Rindermarkt beim Umweltladen einen kostenlosen Radlplan von München geben würde. Der Laden gibt es aber seit einigen Jahren nicht mehr. Das erfuhr ich aber erst nach einigem Suchen bei der Touristeninfo im Rathaus. Den Plan würde ich aber beim Umweltreferat in der Bayernstraße bekommen. Ein schöne Gelegenheit die Stadt weiter mit dem Rad zu erkunden. Das Umweltreferat fand ich nicht, aber das Referat für Bildung und Sport. Die hatten den Plan auch vorrätig und damit ausgestattet fand ich mich 2 Straßen weiter an der Wiesn (Oktoberfest) wieder.

Oktoberfest

Oktoberfest

Auweia, so viele Menschen und so ein Krach (sehr voll!!!). Das war ich nach meiner einsamen Tour gar nicht mehr gewohnt. Einmal bin ich um die Theresienwiese herum geradelt (das ist netterweise erlaubt), staunte über mehrere Bierleichen und noch so einiges und machte mich dann langsam auf den Weg zu meinem Quartier, wo ich mich mit einer Tasse heißen Tee aufwärmte.

Am ersten Tag war ich (ab Mittag) ca. 35-40 km von der Österreichischen Grenze bis nach Bad Tölz gefahren. Die zweite Etappe schätze ich (mit Verschwenk nach Wolfratshausen und Stadtrundfahrt in München) auf ca. 70 km. Ich habe keinen Tacho am Rad, weil ich mich davon so gehetzt fühle, also kann ich nur in etwa die Werte des Routenplaners im Web übernehmen.

Für den Dienstag hatte ich noch keine Ahnung, wie weit ich kommen und wo ich die Nacht verbringen würde.