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Mit dem Fahrrad in Nürnberg unterwegs


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Neu: Gefahrenaltas Fahrrad für Nürnberg und Umgebung!

Wie geil ist das denn? Jeder Radfahrer (m/w) kann jetzt auf einer Karte markieren, wo er die persönlichen Problemstellen beim Radfahren kennt.

Bildschirmfoto vom 2015-03-22 16:14:54

Kinderleicht zu bedienen und sehr aufschlussreich. Nachdem die ersten Bugs draußen sind, kann man jetzt schnell und nacheinander mehrere Stellen eintragen. Eine hervorragende Anwendung, die von Matthias von IBIKENBG vor Kurzem erst veröffentlicht wurde. Trotzdem sind bereits viele Einträge drin.

Zu finden unter: http://www.ibikenbg.de/gefahrenatlas/


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Schnee von gestern…

Bei allen Situationen im Verkehr habe ich „die Radfahrerbrille auf“. Dadurch kann ich mir manchmal schlecht vorstellen, dass es Mitbürger gibt, die überhaupt kein Gespür für den Radverkehr haben. Aber es gibt sie und zwar nicht wenige. Problematisch wird es, wenn diese Menschen zur gleichen Zeit am gleichen Ort sind oder wenn sie bei einer Behörde arbeiten, die etwas mit dem Strassenverkehr zu tun hat.

Angefrorene Schneereste sind gefährlich

Angefrorene Schneereste sind gefährlich. Ausweichen nach links oftmals auch.

In der vergangenen Woche hat es einige Male geschneit in Nürnberg. Wie üblich, rücken dann die Räumfahrzeuge des SÖR (Service öffentlicher Raum) aus und schieben den Schnee von den Straßen und streuen tonnenweise Salz (interessanterweise wurde jedem einzelnen Bürger verboten ein paar Gramm Salz vor der Haustüre zu streuen).

Was an vielen Stellen in der Stadt wieder zu bewundern war: Die einen Räumfahrzeuge schoben den Schnee von der Straße auf den … Radweg. Und die anderen Räumfahrzeuge schoben den Schnee von den Gehsteigen auf den … Radweg. Und die Radwege?

Für die Radwege existiert seit einigen Jahren in Nürnberg einen separaten Räumungsplan ( –> hier geht es zur Internetseite des SÖR). Das ist schon mal positiv. Vor allem weil es eine Abarbeitung nach Prioritäten vorsieht. Allerdings deckt der Plan nur ein grobes Raster an Radwegeverbindungen ab. Und da sehe ich einen Mangel.

Radfahrer sind -anders als vor 25 Jahren- heute auch im Winter täglich unterwegs. Und Radfahrer können sich nicht immer nur die geräumten Hauptverkehrsrouten aussuchen. Die letzten 2 km das Rad schieben, oder was? Das sollte man mal einem Autofahrer zumuten. Die abgebildete Virnsberger Straße im Südwesten der Stadt fehlt z.B. komplett auf dem SÖR-Winterplan für Radverkehr.

Andererseits habe ich Verständnis dafür, dass der SÖR nicht alles in 1 oder 2 Tagen schafft. Aber wenn der letzte Schneefall schon einige Tage her ist, sollte ich als Pendler erwarten dürfen, dass auch der letzte Radweg und Radstreifen im Stadtgebiet befahrbar ist. Und überhaupt: Warum kann der Mensch, der ohnehin die Auto-Fahrbahn von Schnee befreit, diesen so weit zur Seite schieben, dass der Radstreifen gleich mit gereinigt wird? Nee, stattdessen werden sogar an einigen Stellen richtige Schneeberge auf dem Radstreifen liegen gelassen. Oder war es evt. der Schneeräumer der Firma, rechts auf dem Bild? Egal, wer es war, ein minimales Verständnis für den Radverkehr sollten Schneeräumer schon haben!

Schneehügel am Radstreifen. Wer macht denn so was?

Schneehügel am Radstreifen. Welcher Schneeräumer macht denn so was?


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Bündnis Radfairkehr – erste Aktion

Am letzten Freitag hat das Bündnis Radfairkehr eine erste Aktion durchgeführt. Das Bündnis will etwas offensiver darauf hinweisen, dass der Radverkehr nicht den Stellenwert erhält, den ihn zusteht. Bei der Zuteilung von Geldern, Platz und Rechten. Um die Aufmerksamkeit auf diese Defizite zu lenken, werden öffentlichkeitswirksame Aktionen im Stadtgebiet geplant.

Fahrradstraße - Aktion

Fahrradstraße – Aktion Radfairkehr

So nahm sich das Bündnis Radfairkehr symbolisch die Fahrradstraße vor. Diese Straße heißt wirklich so (siehe Bericht) und ist grundsätzlich breit genug um für Radfahrer in beiden Richtungen die Durchfahrt zu ermöglichen.

Fahrradsymbol wird mit Sprühkreide angebracht

Fahrradsymbol wird mit Sprühkreide angebracht

Teilnehmer der Aktion brachten mit Sprühkreide Fahrradsymbole und eine Linienmarkierung auf der Fahrbahn an.

Nette Eigenkreation: "Radfahren erwünscht"

Nette Eigenkreation: „Radfahren erwünscht“

Außerdem wurde unter dem Schild „Durchfahrt verboten“ ein Zusatzschild angebracht. Die Aktion war gut für ein großes Foto in der Samstagszeitung, direkt unter dem Artikel, in dem der ADFC auf die fehlenden finanziellen Mittel bei der Haushaltsplanung der Stadt Nürnberg hinweist.

(Danke an Matthias für die Zuverfügungstellung der Fotos)

Bündnis Radfairkehr im Web: http://www.radfairkehr.de/ und auf Facebook: https://www.facebook.com/Radfairkehr


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Äußere Bayreuther Straße – Licht und Schatten

An der Äußeren Bayreuther Straße wurde in den letzten Monaten sehr viel Geld verbuddelt. Sehr viel Geld aus dem Radwege-Etat der Stadt Nürnberg. Im Verhältnis deutlich zu viel sogar. Dabei rausgekommen ist für den Radverkehr nicht sehr viel Kreatives. Die Strecke wäre prädestiniert für einen Hochbord-Radweg nach niederländischem Modell, weil der Autoverkehrsanteil hier sehr groß ist und die 50km/h nur selten eingehalten wird. Leider wurde nur ein Fahrradstreifen abmarkiert und erst am Ende der Umbaumaßnahme (siehe Foto) wird der Radweg etwas abgesetzt von der Autofahrbahn weitergeführt. Man braucht sich mittlerweile echt nicht mehr wundern, warum so viele Radfahrer auf Gehwegen unterwegs sind: Sie werden da meistens hin gelenkt oder fühlen sich nur da sicher vor den vorbeirasenden Autos.

Positiv hervorheben möchte ich hier die Lösung an der Ampel der T-Kreuzung gegenüber von der Ziegelsteinstraße.

Umgehung der für Radfahrer unnötige Ampel an der Ecke Ziegelsteinstr./Äußere Bay.Str.

Umgehung der für Radfahrer unnötige Ampel an der Ecke Ziegelsteinstr./Äußere Bay.Str.

Wenn man Autofahrer aufs Rad locken will, muss man dafür sorgen, dass man mit dem Rad mindestens so schnell durch die Stadt kommt als mit dem Auto, am besten noch viel flotter. In der Regel versuchen deutsche Radfahrer ihr Nachteil durch schnelles Fahren zu kompensieren, was allerdings einige Nachteile mit sich bringt: Schwitzen, Anstrengung, Rambo-Gehabe etc. Der Radfahrer in den Niederlanden fährt ruhiger und ist trotzdem flott unterwegs, weil die Verkehrsführung für ihn vorteilhafter gestaltet ist als für den Autofahrer. Solche Lösungen wie oben zu sehen sind dort der Standard und auch Rechtsabbiegen an Kreuzungen wird meistens erlaubt. So macht Radfahren Spaß!

Weniger lustig ist folgende Situation einige Hundert Meter weiter nördlich. Hier wurde eine Bus-Haltebucht mit Ampeln nur gegen Radfahrer ausgestattet. Was soll das, um Himmels willen?

Sinnlose Ampel als Schikane gegen Radfahrer

Sinnlose Ampel als Schikane gegen Radfahrer

Am Ende der Bucht folgt eine weitere Ampel. Hier wird der Radfahrer innerhalb von 100 Metern 2x ausgebremst, obwohl nicht einmal ein Bus in der Nähe ist. Diese Ampel soll weg! Heranfahrende Busse können abbremsen und den Radweg queren, wenn er frei ist. Gelegenheiten dazu gibt es zuhauf, auch wenn der Radweg hier ein 2-Richtungs-Radweg ist. An anderen Stellen in der Stadt geht das auch. Alternativ lässt man die Radfahrer durch die Bus-Bucht fahren. Auch eine Option.

Diese Ampel löst bei mir nur Wut aus und bei vielen anderen Radfahrern genau so. Ampeln sind primär zur Regulierung des Autoverkehrs entstanden und sollen den Radverkehr nur tangieren, wenn es echt nicht anders geht. Hier gibt es Nachbesserungsbedarf!

 


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Die Fahrradstraße in Nürnberg

Nicht eine, sondern "die" Fahrradstraße

Nicht eine, sondern „die“ Fahrradstraße

In Nürnberg gibt es die Fahrradstraße. Ja, es gibt auch eine Fahrradstraße, aber die ist nur 10 Meter lang (an der Brücke beim Heilig-Geist-Spital). Nein, es geht hier kurz um die Fahrradstraße, die durch Stadtteil Eberhardshof bis zur Maximilianstraße führt.

Breit genug für Radfahrer in 2 Richtungen

Breit genug für Radfahrer in 2 Richtungen

Die Fahrradstraße läuft nördlich und parallel von/zur Fürther Straße und der letzte Teil ist nur in einer Richtung befahrbar. Das Einfahrverbot ist ganz klar eine Maßnahme gegen Schleichverkehr durch das Wohngebiet. Für Autos verständlich, aber was mich schon seit Jahren wundert: Warum kann dieses Teilstück nicht für Radfahrer in beiden Richtungen geöffnet werden? Die Straße ist breit genug für Radfahrer, die von der Maximilianstraße nach Westen fahren wollen. Es wäre eine sehr gute Alternative zur Fürther Straße und die Fahrradstraße würde ihrem Namen gerecht werden.

Beim Verkehrsplanungsamt hatte ich die Sache schon mal angeregt. Ich werde es noch mal versuchen, ist die Stadt doch aufrichtig bemüht, viele Einbahnstraßen für Radfahrer in beiden Richtungen zu öffnen.

24.01.2015 – Nachtrag: Diese Woche bekam ich eine Nachricht vom Verkehrsplanungsamt. Die Fahrradstraße wird in Kürze für den Radverkehr in 2 Richtungen geöffnet. Vielen Dank, das freut mich (und einige anderen) sehr!


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Wieder ein paar mühsame Meter…

An der Maximilianstraße gab es 3 Wochen lang eine unschöne Baustelle. Mittlerweile sind die Umleitungsschilder und die Absperrbaken wieder weg. Nach der Ampel führt jetzt eine Spur für Radfahrer neben der Autospur zur nächsten Ampel an der Fürther Straße. Danach ist wieder Fahrradwüste, bzw. das aus meiner Sicht gefühlt gefährlichste Stück Straße in Nürnberg, ohne jegliche Vorrichtung für Radfahrer.

Maximilianstraße, zwischen Jansenbrücke und Fürther Straße

Maximilianstraße, zwischen Jansenbrücke und Fürther Straße

Anyhow, dieses neue Stückchen Radstreifen ist wieder typisch für die Art und Weise, wie der Radverkehr immer mal ein paar Meter gewinnt. Durch viele Gespräche, die ich in letzter Zeit mit unterschiedlichsten Radfahrern geführt habe, wird immer klarer, dass diese Art des „Fortschritts“ nicht mehr sonderlich akzeptiert wird.

Es werden Stimmen lauter, die meinen, dass es höchste Zeit für einen Radwegenetz-Masterplan ist. Dass das Zugeständnisse von Politik und Autofahrern verlangen wird ist klar. Der Platz und die finanziellen Mittel sind begrenzt, können aber anders verteilt werden. Hier hoffe ich auf einen Sinneswandel und viel Mut bei den Verantwortlichen in der nürnberger Politik und Verwaltung. Erste vorsichtige Anzeichen sind zu entdecken, aber es fehlt noch das klare, deutliche Bekenntnis zu einer fahrradfreundlichen Stadt.

Der Radwegenetz-Masterplan wäre eine Möglichkeit Klarheit und eine Zukunftsperspektive zu schaffen. Der Plan müsste ein (vorerst grobes) Netz von gut ausgebauten Radwegen mit sicheren einheitlichen Standards (von mir aus nach niederländischem Vorbild!) enthalten, die stern- und kreisförmig die Stadtteile miteinander verbinden. Man kann sich das wie ein Spinnennetz vorstellen. Wenn die groben Maschen stehen, kann man sich an die feineren dran machen, aber lasst uns doch erst mal damit anfangen! So weitermachen wie bisher ist auf jeden Fall nicht die Lösung um den Radverkehrsanteil signifikant zu steigern. Das einzige, was im Moment zunimmt, sind die ängstlichen Radfahrer auf den Gehwegen und da will sie -zurecht- niemanden haben.


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Wähle die wichtigsten Baumaßnahmen für den Radverkehr!

Mit der Arbeitsgruppe Verkehr des ADFC-Nürnberg haben wir in den letzten anderthalb Jahren fast 200 notwendige bauliche Maßnahmen für den Radverkehr in Nürnberg zusammengestellt. Manche wichtiger, manche mehr „nice-to-have“, aber allesamt Maßnahmen, womit das Radfahren in der Stadt angenehmer, durchgängiger und/oder sicherer werden soll.

Wir haben dann 24 Maßnahmen selektiert, von denen wir der Meinung sind, dass sie in der gerade angefangenen Legislaturperiode des Stadtrats umgesetzt werden sollen. Um den Stadtrat und die Verwaltung etwas auf die Sprünge zu helfen, sollen die 10 wichtigsten Maßnahmen ermittelt werden. Dafür kann jedermann auf der Internetseite des ADFC-Nürnberg für seine persönlichen 10 wichtigsten Maßnahmen abstimmen.

Beschreibung einer Maßnahme mit Lösungsvorschlag

Beschreibung einer Maßnahme mit Lösungsvorschlag

Die Maßnahmen werden auf der Einstiegsseite detailliert beschrieben und sind jeweils mit einem Lösungsvorschlag versehen. Auf der separaten Abstimmungsseite kann die Bewertung der jeweiligen Maßnahme abgegeben werden. Nach der Abstimmung wird der aktuelle Stand der Abstimmung sofort angezeigt:

Anzeige des aktuellen Abstimmergebnisses

Anzeige des aktuellen Abstimmergebnisses

Je mehr Nürnberger an der Abstimmung teilnehmen, je klarer das Signal an die Lokalpolitik. Die Abstimmung läuft bis Anfang August, also sofort abstimmen unter www.adfc-nuernberg.de/radverkehr/abstimmung.