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Mit dem Fahrrad in Nürnberg unterwegs


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Welche Fahrradstraße braucht Nürnberg?

Die Spitalbrücke in Nürnberg wurde vor einigen Jahren als Fahrradstraße deklariert. Allerdings ist die Umsetzung etwas… nun ja, gewöhnungsbedürftig. Oder verstehst du die Beschilderung?

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Fahrradstraße auf der Spitalbrücke – vom Hans-Sachs-Platz aus gesehen

Immer wenn ich dort stehen bleibe, kann ich dasselbe beobachten: Autos fahren vor, bleiben vor dem Schild stehen. Man kann förmlich sehen, wie es hinter dem Lenkrad rattert. Und dann fährt das Auto langsam über die Brücke. Verbotenerweise.

Von der anderen Seite ist die Beschilderung vielleicht etwas verständlicher…

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Fahrradstraße auf der Spitalbrücke – von der Insel Schütt aus gesehen

…aber trotzdem ist dieses Beispiel kein Glanzstück einer Fahrradstraße. Wenn schon so viel und so oft Autoverkehr durchfahren darf, dann stimmt etwas nicht. Letztens habe ich sogar gesehen, dass Radfahrer hier auf dem Gehsteig gefahren sind. Vermutlich aus Angst vor den Autos, die hier durchfahren. Also bitte, das ist doch wohl völlig am Ziel vorbei!

Eigentlich ist eine Fahrradstraße in Deutschland nur dem Radverkehr vorbehalten. Außer es gibt (wie in dem Beispiel oben und auch das Beispiel in München unten) eine zusätzliche Beschilderung, die die Ausnahmen deklariert. In Nürnberg sollen mehr Fahrradstraßen entstehen, auch mit dem Ziel den Radverkehr zu fördern, aber wie sollen diese aussehen? Wann sind sie sinnvoll und welche Autos sollen da noch fahren dürfen?

Als wir beim ADFC erfuhren, dass es in München so viele Fahrradstraßen gibt (über 50), habe ich mich im Sommer dort mal umgesehen. Vielleicht gibt es dort eine tolle Lösung. Die Bilanz nach 8 besuchten Fahrradstraßen war ernüchternd: Überall war der Kfz-Verkehr ohne Einschränkungen zulässig. Die Beschilderung war prinzipiell wie hier unten auf dem Bild:

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Stielerstraße, nähe Theresienwiese, München

Der motorisisierte Verkehr hat freien Zugang. Das Schild „30-Zone“ ist redundant, aber schadet nicht. Sollen so Fahrradstraßen aussehen? Merkt ein Autofahrer überhaupt, dass in dieser Straße etwas anders ist? Außer dem kleinen Piktogramm am Asphalt, am Anfang der Straße? Ich behaupte einfach mal: nein, nicht wirklich.

Ich stelle mir vor, dass wenigstens eine bauliche Maßnahme, eine deutliche Markierung und eine weitere Eingrenzung des Kfz-Verkehrs vorgenommen wird.

Vor 2 Jahren in Berlin fand ich im Stadteil Prenzlauer Berg viele Fahrradstraßen. Sie haben alle am Anfang und Ende eine angedeutete Verengung und eine Begrenzung des Kfz-Verkehrs auf „Anlieger“. Das kommt meinen Vorstellungen schon näher.

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Fahrradstraße am Prenzlauer Berg, Berlin

Und wie sieht es in Holland aus? Dort ist in einer Fahrradstraße (fietsstraat) der Kfz-Verkehr grundsätzlich erlaubt, aber der Radverkehr hat Vorfahrt. Es gibt für solche Straßen ein schönes Verkehrsschild („Fietsstraat – auto te gast“ –> Fahrradstraße – Auto zu Gast) und der Belag besteht aus rotem Asphalt. Roter Asphalt ist immer ein eindeutiges Zeichen für alle Verkehrsteilnehmer, dass hier Radverkehr unterwegs ist. Eigentlich eine einfache und leicht verständliche Formensprache. Die „perfekte“ Lösung, könnte eine Mischung aus Berlin und Holland sein.

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Fietsstraat – Fahrradstraße in den Niederlanden, in diesem Fall mit separater Zufahrt für Radverkehr

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Zeit der Fahrrad-Umfragen. Mitmachen!

Fast gleichzeitig starteten Umfragen der Stadt Nürnberg und des Landes Bayern zum Thema Radverkehr. Hier geht es zu den jeweiligen Seiten:

Nürnberg: Umfrage zur Wahl der Verkehrsmittel

Bayern: Internetumfrage zum Radverkehr in Bayern

Beide Umfragen sind anonym und in wenigen Minuten erledigt. Ich kann nur dazu ermutigen mitzumachen!


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Heute 100.000 !!!

Anzeige auf der Seite "Nürnberg steigt auf"

Anzeige auf der Seite „Nürnberg steigt auf“

Auf der Internetseite vom Verkehrsplanungsamt „Nürnberg steigt auf“ (http://www.nuernberg.de/internet/nuernberg_steigt_auf) ist am rechten Bildschirmrand der Zählerstand vom Vortag (Mitternacht) zu sehen. Die Daten kommen vom stationären Zähler am Königstorgraben (siehe –> Beitrag).

Gestern war wohl verhältnismäßig viel los für die Ferienzeit (über 3.300 Fahrer), so dass der 100.000. Radfahrer wohl heute Vormittag die Zählstelle passieren wird (oder bereits hat?). Eine beeindruckende Zahl für die Autostadt Nürnberg!

Der neue Fahrradzähler am Königstorgraben

Der neue Fahrradzähler am Königstorgraben

 


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Eine Singlespeed-Tour, ein Essen, eine Küche und noch eine Singlespeed-Tour

…oder wie alles anders wurde als geplant und gerade deswegen sehr viel Spaß machte….

Gregor und ich hatten im Winter beschlossen, auch dieses Jahr wieder eine Singlespeed-Tour im Rahmen des ADFC-Tourenprogramms anzubieten. Gregor kam sogar auf die Idee, 2 Touren anzubieten. Einmal durch die Stadt (ca. 30km, geplant für 10.Juli) und eine Stadt-und-Land-Tour (ca. 50km).

Letztere war für den gestrigen Samstag geplant. Leider spielte das Wetter nicht mit und kurz vor dem Start hörte ich im Radio die amtliche Unwetterwarnung, weshalb wir die Tour absagen mussten. Am Startpunkt am Friedrich-Ebert-Platz traf ich auf 5 enttäuschte Gesichter, die aber nach dem ersten Regenschauer entschieden, in Johannis gemeinsam bei Vegöner was veganes zu essen. Da ich kurz zuvor im Regen bei Piknik Pide am Friedrich-Ebert-Platz einen Börek gegessen hatte, habe ich nur bei den anderen ein wenig gekostet. Sehr empfehlenswert!!!

Schmeckt sehr gut, enthält aber kein Dönertier

Schmeckt sehr gut, enthält aber kein Dönertier

Beim Essen kamen wir dann drauf, dass der Bikekitchen am letzten Samstag des Monats immer geöffnet ist. Die Entscheidung war schnell gefallen und wir brachen auf Richtung Dagmarstraße. Und so kam es, dass wir noch 2 Stunden im Bikekitchen für den guten Zweck an Fahrrädern geschraubt haben. Draußen tobte das Gewitter und fiel einiges an Wasser vom Himmel.

Was Bikekitchen ist und wann die Öffnungszeiten sind findest du –> hier

 DSC_1752 DSC_1753An Rädern schrauben in der TiefgarageAn Rädern schrauben in der Tiefgarage

Zu guter letzt haben wir dann ausgemacht, die Singlespeed-Tour nicht komplett ausfallen zu lassen, sondern wir haben sie auf heute (Sonntag) verschoben. Das Wetter war hervorragend und so fuhren wir von Nürnberg, über Erlangen und Herzogenaurach (kurzer Zwischenstopp an der Eisdiele) über Veitsbronn zurück nach Fürth, wo wir im Landbierparadies die Tour ausklingen ließen.

Eine besondere Erwähnung bekommt Wiebke, die als einzige weibliche Teilnehmerin und einziger „fixed“-Fahrer sich sehr wacker geschlagen hat! Vielen Dank an alle. Es war sehr schön mit euch!

Kurz durchschnaufen nach dem ersten Berg

Kurz durchschnaufen nach dem ersten Berg

Auf dem Weg zur Eisdiele in Herzogenaurach

Auf dem Weg zur Eisdiele in Herzogenaurach

Schöner Biergarten beim Landbierparadies Fürth

Nach der Tour: Schöner Biergarten beim Landbierparadies Fürth


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Fridolin fährt in Nürnberg!

Bildschirmfoto vom 2015-06-07 13:17:22Seit kurzem fährt Fridolin in Nürnberg. Das Lastenrad kann von jedem kostenlos ausgeliehen werden. Anmeldung über die Homepage http://www.ibikenbg.de/buchen. Hintergrundinfos unter http://www.ibikenbg.de/faq.

Vielen Dank an Matthias von I BIKE NBG für die gelungene Initiative.  Wer die Initiative praktisch unterstützen möchte: Matthias sucht noch einige Standorte im Stadtgebiet, wo Fridolin hin und wieder platziert werden kann, damit alle Stadtteile in den Genuß kommen können.


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Lauter Omnibusse in der Altstadt

Augustinerstraße Richtung Hauptmarkt

Augustinerstraße Richtung Hauptmarkt

Tourismus ist wichtig für Nürnberg, aber müssen die Omnibusse bis an den Hauptmarkt stehen? Warum müssen die dort stehen bleiben? Können die nach dem Entladen der Fahrgäste nicht einfach wieder raus? Oder gleich draußen bleiben? Es ist eh schon so eng in der Altstadt und ein schöner Anblick ist es auch nicht.

Für Radfahrer ist überall zu wenig Platz… Schon klar, warum….