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Mit dem Fahrrad in Nürnberg unterwegs


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3x Beck’s und eine gute Tat

Ich bin kein Biertrinker und kenne mich damit nicht aus. Aber wer Beck’s trinkt, hat bei mir erst mal einen schlechten Stand. Auf der Radroute zwischen Nürnberg und Erlangen, genauer gesagt zwischen Nürnberg-Reutles und Erlangen-Tennenohe, hat irgendein Depp innerhalb von 500 Metern 3 Bierflaschen kaputt geschmissen.

Flasche 2

Flasche 2

Wenn ich irgendwas hasse, dann ist es Glas auf der Straße. Als Radfahrer merkt man das Malheur meistens erst zu spät, also dann, wenn es unter den Reifen knirscht. Danach bleibt ein banges Abwarten ob die Reifenmäntel den Scherben widerstehen konnten.

Da die Strecke zwischen Nürnberg und Erlangen sehr viel von Radfahrern befahren wird und zwar auch in der Dunkelheit, habe ich meine Kehrsachen zusammengepackt und mich entschieden, die Sache selbst sofort in die Hand zu nehmen. Der Abschnitt mit den Flaschen ist ohnehin so ein Stück Niemandsland, wofür die Zuständigkeit während den Feiertagen vermutlich schwer zu klären sei. Deswegen habe ich lieber nicht den SÖR (Service Öffentlicher Raum – Nürnberg) und das Staatliche Bauamt bemüht. Bevor die Scherben noch 2 Wochen weiter über den Weg verteilt werden und ggf. mehrere Reifenpannen verursachen. Schneien soll es außerdem ab heute Nachmittag. Dann ist nix mehr mit Scherben einsammeln.

Hinterher-Anhänger als Räumfahrzeug

Hinterher-Anhänger als Räumfahrzeug

Mein Hinterher-Radanhänger konnte für die Aktion wieder mal gute Dienste leisten. Auch wenn es nicht weit war (<2km) hat er sich doch als praktisch erwiesen.

So, jetzt mal warten auf den Schnee….


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Bei Sonnenaufgang…

Heute 7:25 Uhr, kurz nach Sonnenaufgang im Knoblauchsland

Heute 7:25 Uhr, kurz nach Sonnenaufgang im Knoblauchsland

Obwohl es zurzeit spürbar frischer wird am Morgen, macht es mir immer noch viel Freude, mit dem Rad ins Büro zu fahren. Heute war ich etwas früher als sonst und habe diesen schönen Sonnenaufgang geknipst.

Auf den Straßen im Knoblauchsland, zwischen Nürnberg-Boxdorf und Fürth-Poppenreuth sind trotz fortschreitenden Herbsts immer noch viele Radfahrer unterwegs. Einige sehe ich mehrmals pro Woche und wir grüßen uns mittlerweile, wenn wir uns begegnen. Mir gefällt das. Welcher Autofahrer hat schon das Vergnügen, dass er von den Menschen, die im täglich entgegenkommen, ein herzliches „Guten Morgen“ zugerufen bekommt?

Am Abend ist es dann schon dunkel. Da sehe ich nur die Scheinwerfer und nicht wer dahinter strampelt…


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Urban Gardening in Nürnberg-Thon

An der Endhaltestelle der Straßenbahn beobachte ich schon seit einigen Wochen eine Rückeroberung der Natur im urbanen Raum. Leider genau an der Fahrradabstellanlage 😉

Fahrradständer an der Endhaltestelle der Straßenbahn in Thon

Fahrradständer an der Endhaltestelle der Straßenbahn in Thon

Sind das schon die ersten Zeichen der Auflösung der Endhaltestelle? Sie wird bekanntlich verlegt, wenn die Straßenbahn 3 km weiter nördlich bei „Am Wegfeld“ endet, aber bis sie fährt, werden wir noch 2 Jahre warten müssen… Mal schauen wie groß die Sträucher bis dahin geworden sind.


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Radwege – soll und ist

Der Architekt und Philosoph Christopher Alexander hat in den 70-er Jahren an der Universität von Oregon, USA,  ein interessantes Experiment durchgeführt. Zwischen den Gebäuden wurde Rasen gesät. Dann ließ man die Studenten 2 Monate ihre täglichen Wege gehen. Nach den 2 Monaten waren zwischen den Gebäuden Trampelpfade entstanden, die ganz klar zeigten, welche die bevorzugten Gehstrecken der Studenten waren. Diese Strecken wurden dann zu richtigen Wegen umgestaltet.

Der kürzeste Belag ist nicht der kürzeste Weg

Der kürzeste Belag ist nicht der kürzeste Weg

Im Knoblauchsland gibt es diese anschauliche Situation. Irgendwer (die Stadt oder Privatleute?) hat das Stück Wüste zwischen Straße und Abkürzung geschottert. Die Radfahrer wählen aber eindeutig die Strecke links davon. Der vorgesehene Weg wird nicht akzeptiert. Wenn es geregnet hat, befindet sich unten eine große Pfütze. Ansonsten wäre der Weg über den Schotter eher eine Art Zig-Zag-Route. So entstand im Laufe der Zeit der Trampelpfad für Radfahrer.

Diese Situation ist aus meiner Sicht symptomatisch für viele Radstrecken in Nürnberg (nicht alle!). Vor allem ältere Radvorrichtungen sind eher um die Autostraßen herum geplant und errichtet worden. Der gemeine Radfahrer ist aber sehr Streckensensibel. Ich vergleiche das Streckenverhalten von Radfahrern oft mit Wasser: Es sucht sich den kürzesten und direktesten Weg von A nach B. Deswegen sieht man viele Radfahrer an Stellen, wo sie nicht sein sollten, z.B. auf Gehwegen oder als Geisterfahrer auf einspurigen Radwegen.

Die bisherige Art damit umzugehen ist meistens entweder ignorieren oder bestrafen. Ich möchte die Politik und Verwaltung jedoch dazu aufrufen, diese Art von intuitiven Strecken zu prüfen. Es zeigt, wo Leute fahren wollen um von A nach B zu kommen. Nur wenn man diese Bedürfnisse Ernst nimmt und dafür die passende Lösungen errichtet, wird man Akzeptanz bei Radfahrern ernten und gute Verbindungen schaffen.


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Diamant geschliffen und Terrassenwetter

Diamant Fixie fertig gebaut

Diamant Fixie fertig gebaut

Das Fixie meines Sohnemanns ist fertig, nun ja, fast fertig, denn es kommt noch eine Bremse ans Vorderrad. Heute war schon mal die Jungfernfahrt in die Stadt (Nürnberg) und nach Fürth. Das Wetter war hervorragend!

Fixie und Singlespeed an der Fürthe Straße

Fixie und Singlespeed an der Fürther Straße

Unglaublich, dass man am 18.Januar draußen auf der Terrasse sitzen kann! Wir haben bei Hot Tacos an der Fürther Straße draußen was gegessen und waren danach noch bei Rick (Fahrlässig) bevor es wieder ins Knoblauchsland nach Hause ging.

Terrassenwetter am 18.Januar

Terrassenwetter am 18.Januar