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Mit dem Fahrrad in Nürnberg unterwegs


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…im Nachhinein betrachtet

Gestern Abend fand der angekündigte Vortrag statt…

Plakat Vortrag colIch möchte mich hier noch mal bei den vielen Besuchern des Vortrags bedanken. Dafür, dass alle mir so andächtig zugehört haben. Dafür, dass viele, die nicht einmal einen ordentlichen Sitzplatz hatten, trotzdem geblieben sind. Und das alles, obwohl die Raumluft recht stickig war.

Wir hatten im Vorfeld keine Ahnung, wie viele Leute zum Vortag kommen würden. Der Raum ist offiziell mit 40 Sitzplätzen angegeben. Wir hatten trotzdem über 50 Stühle reingebracht und auch das hatte dann gar nicht gereicht.

Mir hat es trotzdem sehr viel Spaß gemacht. Es ist immer wieder schön zu sehen, wie fahrradbegeisterte Nürnberger ins Staunen geraten, wenn sie sehen wie eine ordentliche Fahrrad-Infrastruktur funktioniert. Wenn ich die Bilder in Holland selbst zeigen würde, würde das vermutlich nur ein müdes Achselzucken auslösen. Nach dem Motto: „Was will denn der damit?“. Und das ist dann auch gleich wieder das Traurige an der Veranstaltung. Das, was für Holländer ganz normal ist, scheint bei uns fast unerreichbar, utopisch… Dabei ist vieles von dem was ich gezeigt habe, ohne nennenswerten Mehraufwand auch hier umsetzbar. Wenn der Wille und das Bewusstsein für die Sache da wären.

Wer wirklich davon überzeugt ist, dass sich bei uns in Franken was ändern soll, den möchte ich dazu aufrufen aktiv zu werden. Es gibt dazu viele Möglichkeiten. Du kannst einen Leserbrief an die Nürnberger Zeitung senden. Oder bei blöden Baustellen an SÖR. Bei unmöglichen Kreuzungen oder Ampelschaltungen an das Verkehrsplanungsamt. Oder an die Stadtratsfraktionen. Wenn du zusammen mit anderen was bewegen möchtest, kann das zum Beispiel beim ADFC oder beim Bündnis Radfairkehr tun. Oder du wählst die fröhliche Variante und fährst mit vielen anderen beim Critical Mass mit, jeden letzten Freitag im Monat (Opernhaus, ab 18 Uhr).

Auch wenn die Erfolge im Moment nur kleine sind und die Strecke lang und steinig ist: Jeder, der was tut, hilft ein wenig mit. Wie ich schon im Vortrag gezeigt habe: Zuerst braucht die Stadt eine gute Fahrradinfrastruktur, der Erfolg kommt dann schon fast von alleine. Um diese Infrastruktur zu bekommen braucht es viel Geld und Ideen. Und um das Geld zu bekommen, muss die Lokalpolitik (inkl. Oberbürgermeister!) davon überzeugt sein, dass eine lebenswerte Stadt nur eine Stadt sein kann, die nicht für viele Autos, sondern für Fußgänger und Radfahrer geplant ist.

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Bündnis Radfairkehr – die 2. Aktion

Am vergangenen Freitag 19.12. hat das Nürnberger Bündnis Radfairkehr seine 2. Aktion in der Öffentlichkeit durchgeführt.

In Anlehnung an einer Aktion, die kürzlich in den Niederlanden stattfand, haben sich Aktionsteilnehmer mit Leckereien an der Ampelanlage am Ludwigstor hingestellt.

Ampelaktion am Ludwigstor

Ampelaktion am Ludwigstor

Die Lebkuchen, Glühwein (bleifrei!) etc. wurden an den Radfahrern verteilt um damit die Wartezeit vor der Ampel zu versüßen. Außerdem wurden Flyer verteilt.

Aktionsteilnehmer im Gespräch mit Radfahrern

Aktionsteilnehmer im Gespräch mit Radfahrern

Ziel der Aktion war es, auf die Benachteiligung bei den Ampelschaltungen für Radverkehr hinzuweisen. Diese sind in Nürnberg überall für den Autoverkehr optimiert, aber niemals gezielt für den Radverkehr. Wenn man mal Grün erwischt, ist das eher Zufall.

Die Aktion ist auch beschrieben auf der Homepage des Bündnis Radfairkehr.