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Mit dem Fahrrad in Nürnberg unterwegs


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Eine Radreise durch Bayern – Tag 4

Am Sonntagnachmittag war ich an der Österreichischen Grenze mit dem Rad losgefahren. Jetzt war es Mittwoch und zum ersten Mal gab es einen strahlend blauen Himmel und Sonne! Trotzdem war es vor allem im Schatten noch sehr kalt. Beim Start in Kelheim hatte ich Handschuhe an und eine Mütze unterm Helm.

Altmühltal am Morgen

Altmühltal am Morgen

Schon bald trennten sich Donau- und Altmühlradweg. Letzteren würde ich jetzt bis Dietfurt befahren. Am lieblichen Riedenburg vorbei über fein geschotterte Radwege, die überwiegend sehr angenehm zu fahren waren. Etwas häufiger als bisher machte ich kleine Päuschen um die Sonne zu genießen, auch mal ausgestreckt auf einer Holzbank. So hätte es von Anfang an sein dürfen. Das Altmühltal ist sehr schön und um diese Jahreszeit nicht mehr so voll wie im Sommer.

Riedenburg a.d. Altmühl

Riedenburg a.d. Altmühl

Ab Dietfurt hielt ich mich rechts, verließ den Altmühlradweg und folgte dem Main-Donau-Kanal. Der Kanal wird zum Großteil beidseitig von unbefestigten Wegen flankiert. Bis Nürnberg würde ich keine Ampeln mehr sehen. Relativ flach und gerade ist es außerdem am Kanal.

Main-Donau-Kanal

Main-Donau-Kanal

Dazu kam noch ein immer stärker werdende Rückenwind. Plötzlich kam ich sehr schnell vorwärts, ohne viel Anstrengung unternehmen zu müssen. Da kam richtig Freude und Zufriedenheit auf. Die Strecke war über weite Strecken menschenleer. Sonne, Wiesen, Äcker, Kanal, ab und zu ein Schiff und eine Schafsherde. Das war eine andere Kategorie als am Tag zuvor bei trübem Wetter an dem öden Isarradweg zu fahren. Mein ursprünglicher Plan war, nur bis Roth zu radeln und von da mit der S-Bahn die letzten 30km zu absolvieren. Als ich bereits um ca. 15 Uhr auf Höhe von Roth noch mal pausierte, war mir klar, dass ich bis nach Hause weiterfahren würde.

Eine "Mauer" als Kunstwerk am Kanal. Endet hier die Oberpfalz?

Eine „Mauer“ als Kunstwerk am Kanal. Endet hier die Oberpfalz?

Von Dietfurt bis kurz vor Nürnberg war der Weg am Kanal in einem tadellosen Zustand. Vermutlich da, wo der Zuständigkeitsbereich wechselt, war es plötzlich vorbei. Schlaglöcher, kleine Löcher, Waschbrett-ähnliche Abschnitte. Auf einmal machte es nicht viel Spaß mehr am Kanal entlang zu fahren. Hinzu kam noch die Baustelle inkl. Umleitung für die neue Schiffsanlegestelle nördlich der Eibacher Schleuse.

Umleitung ab Eibach - hier wird für viel Geld eine Anlegestelle für Flußkreuzfahrtschiffe gebaut

Umleitung ab Eibach – hier wird für viel Geld eine Anlegestelle für Flußkreuzfahrtschiffe gebaut

Dabei ist es eigentlich genial, ohne Ampeln, Kreuzungen und Autos weiterfahren zu können. Die Infrastruktur am Kanal sollte meiner Meinung nach erheblich verbessert werden, z.B. durch Asphaltierung im Bereich der Städte Nürnberg, Fürth und Erlangen, damit die Strecke im Winter geräumt und ganzjährig genutzt werden kann.

Der Nürnberger Fernsehturm

Der Nürnberger Fernsehturm

Ich bin bis Fürth-Atzenhof am Kanal weitergefahren. Von da aus waren es noch einige Kilometer im normalen Berufsverkehr bis nach Hause. Es waren -wie am Tag zuvor- wieder ca. 125km geworden. Ich hatte nicht gedacht, in 2 Tagen von München bis nach Nürnberg fahren zu können. Aber es geht und ich werde es sicherlich wieder mal machen. Vielleicht dann mal von Nord nach Süd.

Schön war es!

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