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Mit dem Fahrrad in Nürnberg unterwegs

Umfrage: Warum Radfahrer auf dem Gehweg fahren?

3 Kommentare

Radfahrer auf dem Gehweg

Radfahrer auf dem Gehweg

Je schöner das Wetter, je bunter das Fahrrad-Volk. Leider gibt es unter denen viele, die nicht wissen, wie man sich korrekt als Radfahrer verhält. Viele, sehr viele fahren nur auf Gehwegen. An manchen Tagen und Strecken kommt es mir vor, als ob ich als einziger auf der Straße oder auf dem Radstreifen fahre. Ja, es gibt sogar Leute, die fahren bewußt auf dem Gehweg, auch wenn daneben ein Radstreifen liegt. Ich habe öfter solche Verkehrsteilnehmer angesprochen und nach den Gründen ihres Verhaltens gefragt. Die Antworten waren teilweise sehr skurril. Was die Fußgänger davon halten ist mir schon klar: Für die sind es alles Rambo-Radler. Das ist das Problem dabei: Die Fußgänger unterscheiden nicht, für die sind ALLE, die auf einem Rad fahren gemeingefährlich. Somit bescheren uns die Gehsteigradler einen Bärendienst. Warum sonst dürfen Radfahrer immer noch nicht über den Nürnberg Hauptmarkt fahren?

Was meinst du? Warum fahren Radfahrer auf dem Gehsteig? Nenne die aus deiner Sicht 5 wichtigsten Gründe durch Anhaken der unterstehenden Einträge…

Autor: Quirinus

Zweirad fahren in Nürnberg und Umgebung. Meistens mit dem Fahrrad. Meine Geschichten, Bilder und Meinungen dazu findest du unter https://nuernberg2rad.wordpress.com

3 thoughts on “Umfrage: Warum Radfahrer auf dem Gehweg fahren?

  1. Als wir diese Woche im Trondheim unterwegs waren ist mir aufgefallen, dass in Norwegen sehr viele Menschen auf dem Gehsteig radeln. Oft auch entgegen der Fahrtrichtung. Da musste ich gleich an dich und deine Mission „Runter vom Gehsteig“ denken🙂
    Jedenfalls wurden wir mehr als einmal böse davon überrascht.

  2. Ich möchte mal kurz meinen Eindruck vom Radfahren in der Stadt mitteilen, denn ich habe in letzter Zeit festgestellt dass es nicht nur mir so geht und viele der Probleme mit Radfahrern und der Benutztung der Wege darauf zurückgehen:

    Ich wohne seit 2 Jahren in Nürnberg, komme eigentlich aus dem Nürnberger Umland. Bin also ein echtes Landkind.
    Einerseits führt das dazu dass ich mit dem Rad – vor Allem auch als Fortbewegungsmittel – aufgewachsen bin. (ÖPNV gab’s bei uns im Dorf praktisch nicht, die Eltern können auch nicht immer Taxi spielen, und ein Roller war mir zu teuer)
    Und genau hier kommt das Problem: Am Land braucht man als Radler praktisch nicht auf Schilder achten, es wird schon rein optisch anhand der Straße und deren Verlauf deutlich wo man fahren kann und darf (ist ja auch nicht schwer wenn es nur die Landstraße und einen geteerten Streifen daneben gibt). Und selbst wenn man mal falsch unterwegs ist (z.B. auf dem Fußgängerweg) ist das weniger schlimm, weil einfach deutlich weniger Leute unterwegs sind. Die Wahrscheinlichkeit jemanden im Verkehr wirklich durch Fehlverhalten zu stören ist für Radler einfach gering.

    In der Stadt ist das natürlich komplett anders. Wer hier nicht penibel auf die Verkehrsschilder – speziell die für Radler – achtet der hat verloren. Ohne die Schilder ist einfach zu oft unklar wo man als Radler fahren darf, denn es gibt auch zu viele Ausnahmen als das man nach Gefühl fahren kann.
    Für mich war das (und ist es teilweise auch immernoch) ein Problem, denn mangels Gewohnheit schaut man oft genug nicht auf die Schilder und findet sich in einer unklaren Situation wieder. Überspitzt ausgedrückt: Wenn ich so fahre dass ich sicher auf alle nötigen Schilder achten kann könnte ich auch gleich laufen und bin genauso schnell.
    Gerade auch weil viele Radler sich ja eher als etwas flottere Fußgänger und nicht als Fahrzeugführer wahrnehmen geht es vielen hier ähnlich.

    Was hier weiterhilft erklärt sich dann eigentlich von selbst: Radwege die sich optisch deutlich von Fußgängerwegen und den Autostraßen abheben, eine simplere Verkehrsführung, weniger Ausnahmen und die nötige Beschilderung deutlicher hervorheben (wie oft ich Schilder hinter Büschen und Bäumen finde…). Erlangen zeigt mit seinen roten Radwegen wie das geht.

    Man vergleiche das nur mal mit der Situation als Autofahrer: Wie oft muss man schon wirklich auf die Schilder achten um zu wissen ob man jetzt in diese oder jene Straße fahren darf? Bei Einbahnstraßen und Fußgängerzonen wird das schon optisch klar (dem Radler zwar auch, aber da gibt es ja wieder die Ausnahmen…), und wenn es z.B. ums Abbiegen geht weißen die runden blauen Schilder mit weißem Pfeil sehr sehr deutlich (ähnliches für Radler wäre ein Traum).

    Soviel zu meiner Meinung, schönes Wochenende noch!

    • Holland macht es vor, wie es geht bzw. wie es gehen könnte. Ein Kurztrip in eine mittelgroße Stadt reicht schon um zu verstehen wo die Unterschiede sind…

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