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Mit dem Fahrrad in Nürnberg unterwegs

Man kann was gegen Falschparker tun!

13 Kommentare

Die "Spuckis" kleben wie Briefmarken

Die „Spuckis“ kleben wie Briefmarken

Wer genau so wie ich von den unverbesserlichen Falschparkern auf Rad- und Gehwegen genervt ist, kann den Übeltäter fotografieren und das Foto einsenden. Manchmal trifft man aber auf hartgesottene Wiederholungstäter, die jeden Tag an der gleichen Stelle den Radweg (verbotenerweise) blockieren.

Wer mag, kann es mal mit diesen „Spuckis“ versuchen. Es gibt kleine Blocks mit 50 Stück beim ADFC im online-Shop oder im ADFC-Infoladen in der Heroldstraße in Nürnberg.

Die kleinen Aufkleber sind aus Papier und werden wie eine Briefmarke von hinten angeleckt. Das Aufkleben auf fremden Autos wird vermutlich als Sachbeschädigung geahndet, also sollte man sich das schon überlegen weil es nicht erlaubt ist. (Das dauerhafte Parken auf Radwegen ist auch nicht erlaubt und mitunter gefährlich.) Mit einem bisschen warmen Wasser lässt sich so ein Aufkleber aber leicht wieder vom Autofenster entfernen. So schlimm ist es also eigentlich nicht.

Ich sag’s euch…. Es befreit ungemein, so etwas im Vorbeifahren anzulecken und … es funktioniert!

Autor: Quirinus

Zweirad fahren in Nürnberg und Umgebung. Meistens mit dem Fahrrad. Meine Geschichten, Bilder und Meinungen dazu findest du unter https://nuernberg2rad.wordpress.com

13 thoughts on “Man kann was gegen Falschparker tun!

  1. Aufkleben erfüllt offensichtlich nicht den Tatbestand des § 303 StGB, weil es eine bloß unwesentliche und vorübergehende Änderung des Erscheinungsbildes darstellt. Es ist höchstens eine Besitzstörung (Zivilrecht) und man könnte für die lächerlichen Reinigungskosten aufkommen müssen, sofern man erwischt wird. Haue könnte es allerdings schon geben, also mit Obacht anwenden ^^

  2. Aus einem mir bekannten Fall haben sich mal Reinigungskosten von 70 Euro ergeben. Die haben wohl die Scheibe getauscht^^

    Trotzdem gute Aktion! Wer nicht lernen will muss kratzen.

  3. Rein theoretisch könnte man auch beide Maßnahmen kombinieren!😀

  4. parken auf radwegen nervt total (vefolge ja die posts hier), wenngleich mir das in wien und im burgenland (wo ich halt fahre) äußerst selten unterkommt.

    ich weiß aber ehrlich gesagt nicht, wie ich die beschriebenen aktionen finde: einerseits wird sich ohne vermutlich aktionismus nichts ändern und originell ist die aktion. andererseits finde ich die beschriebenen dinge grenzwertig. fotos einsenden hat aspekte von denunzieren für mich. ein pickerl auf der windschutzscheibe wird den autofahrer eher aufregen, ob er dann sein verhalten ändern würde? ist er dann im straßenverkehr dann vielleicht angefressen und gefährdet radler durch aggressives (fahr)verhalten? in größerem umfang eingesetzt könnten diese spuckis eher gift für das ohnehin schon belastete verhältnis autoverkehr vs. radverkehr sein.

    ich würde eine weniger provokative aufklärung (spucki, was weiß ich, mit begleittext hinter den scheibenwischer, was nicht strafbar ist) besser finden – und, wie von dir beschrieben, ernst genommene und tatsächlich durchgeführte fahrradstreifen der polizei. letzteres ist mir übrigens in Ö. noch nie untergekommen…😉

  5. Die Spuckis gibt es schon seit den 1980er Jahren. Dies und die Fotoaktion empfinde ich für mich als zu oberlehrerhaft. Selber habe ich drei andere Methoden. Je nach Situation und Zustand des eigenen Nervenkostüms wird entweder 1 ausgewählter Scheibenwischer (sanft) umgedreht, eine kleine Markierung mit dem sowieso mitgeführten Lippenpflegefettstift auf dem (Beifahrer-)Aussenspiegel hinterlassen oder aber, und das geht am unauffälligsten, selbiger Aussenspiegel mittels leichten Drucks mit einem Finger komplett verstellt. Nach meiner Erfahrung prägt es sich eher in das Autofahrerhirn ein, wenn dem geliebten Vehikel an einer bestimmten Park-Stelle etwas widerfahren ist. Das Schmerzzentrum im Gehirn eines Autofahrers ist erfahrungsgemäß direkt mit der Karosserie des Autos verbunden. So wie meins mit meinem Fahrrad…

    • So verlockend das ist: Eine Manipulation (zukleben, verschmieren) von Rückspiegeln und ähnlichen sicherheitsrelevanten Teilen des Autos ist ein komplettes NoGo, werden dadurch doch gleich die nächsten Fußgänger und Radfahrer gefährdet, insbesondere wenn man den auf der Beifahrerseite verziert/-stellt. Ja, der Führer eines KFZ ist verpflichtet, bei Fahrtbeginn all dieses zu überprüfen, aber seien wir ehrlich: Die auch-Autofahrer unter uns tun das nicht. Dann ist es für das nächste Unfallopfer kein Trost, dass es verletzt ist, weil wir für freie Radwege sorgen wollen.

      • So ein Papperle von 3×5 cm stellt doch kein Sicherheitsrisiko dar! Das ist wie ein nasses Baumblatt, das an der Scheibe klebt.

      • Der Spiegel auf der Beifahrerseite ist bei PKW meines Wissens nur Zusatz – eigentlich muss der Blick nach hinten durch den Innenspiegel möglich sein. Also ist es auch möglich, so ein Deko-Teil weiter zu dekorieren.

      • Ich würde keine Spiegel damit bekleben, aber jeder wie er möchte🙂

  6. In einem Rückspiegel deckt dieses Papperle locker 80% des relevanten Sichtbereiches ab, der weitaus größer ist und in dem sich gut und gerne ausgewachsene Fußgänger und Radler verbergen können. Das könnte imho tatsächlich als Verkehrsgefährdung geahndet werden. Irgendwo habe ich auch mal ein dementsprechendes Urteil gelesen.

  7. Im Rad-Spannerei-Blog hat vor Jahren mal jemand berichtet, dass er (mit Erfolg!) Kopien eines Zeitungsartikels über einen tödlichen Fahrradunfall wegen eines zugeparkten Radstreifens hinter die Scheibenwischer geklemmt hat. Vielleicht ist das der nachhaltigste Lerneffekt, wenn Autofahrer merken, dass ihr Verhalten schlimme Folgen haben kann. Die oben genannten Schikanen lösen wohl eher Ärger und Trotz aus.

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