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Mit dem Fahrrad in Nürnberg unterwegs

Trapezförmiger Radstreifen

13 Kommentare

Nur mal als Bild, ohne Kommentar….

A10278Schnieglinger Straße

Autor: Quirinus

Zweirad fahren in Nürnberg und Umgebung. Meistens mit dem Fahrrad. Meine Geschichten, Bilder und Meinungen dazu findest du unter https://nuernberg2rad.wordpress.com

13 thoughts on “Trapezförmiger Radstreifen

  1. Das ist kein Radfahrstreifen, sondern eine Radfurt. Macht es natürlich nicht weniger Menschenverachtend.

  2. Oh ja… immer wieder schön. So was in der Art gibt’s auch in Wetzendorf… und auf der Äußeren Bayreuther, dort besonders abenteuerlich in einer Kurve mit rechts parkenden Autos.
    Ist dieser „Radweg“ neu?

    • Weiß ich nicht, ich kenne die Stelle schon etwas länger, kam aber erst letzte Woche zufällig mit der Kamera vorbei.

    • Ist beides seit mindestens 2011 so. Fahre da regelmäßig vorbei.

      Viel schlimmer finde ich allerdings die Unterbrechung des Radweges an der Verkehrsinsel 5m vorher.
      https://www.google.de/maps/@49.46454,11.04783,3a,75y,300.95h,79.27t/data=!3m4!1e1!3m2!1sxWG4J7ygZmPFXh2BgSauYw!2e0

      • Die Unterbrechungen bei den Verkehrsinseln haben 2 Gründe:
        1. Es fehlt der Platz um an den Stellen sowohl Radstreifen (durchgezogene Linie) als auch Autoverkehr ausreichend breite Fahrspuren zu geben. Optisch muss sich der Radfahrer also in Luft auflösen.
        2. Alternativ könnte man die sogenannten Schutzstreifen aufpinseln (gestrichelte Linie). Damit hat aber das Verkehrsplanungsamt in Nürnberg irgendwelche Probleme. Die mögen diese Art der Auszeichnung nicht, vielleicht weil es dem Radfahrer „Sicherheit“ suggeriert, den es nicht gibt. Ich wäre an den Stellen jedoch sehr dafür.
        Tipp: Verkehrsplanungsamt anschreiben!

      • An die Inseln gehören keine Streifen hin, sondern Sperrflächen, die Radfahrer mit dem sonstigen Fahrzeugverkehr serialisieren. Dafür müsste der Radstreifen ca. 30m vor der Insel allmählich in Richtung Fahrbahnmitte verschoben werden, so dass Überholer über eine gestrichelte Linie eindeutig Nachrang bekommen. Aber eigentlich muss der Radstreifen in der Straße komplett weg (stadteinwärts ist es übrigens bereits nur ein Seitenstreifen, den ich gerne NICHT benutze).

      • Hi Rico, wenn du letzte Woche meinen Vortrag über Radverkehr in Holland gesehen hättest, dann wüsstest du wie ich zu den Fahrradstreifen stehe. Ich halte davon auch nicht viel, aber aus anderen Gründen: Gute (separate) Fahrradwege haben den Radverkehr in Holland und Dänemark vorangebracht. Für mich immer noch unverständlich, warum man in Deutschland das nicht mal annehmen kann…

      • @Quirinus vom 30. März 2014 um 21:19
        Ich habe mir den Vortrag angesehen, war eine schöne Zusammenfassung. Es blieb stellenweise plakativ, was ich aber auch OK fand.
        Ich bin der Meinung, dass die alten und die geltenden Deutschen Normen und Vorschriften zur Separation — so wie sie gelebt werden — dem Radverkehr Schaden zufügen durch fehlende Ordnung, Flüssigkeit und Sicherheit.

        Dass es Möglichkeiten gibt, den Radverkehr so zu separieren, dass dieser geordnet abläuft, dass flüssiges Fahren ermöglicht wird und dass ein hohes Sicherheitsniveau hergestellt werden kann? Ja, das haben wir gesehen (ich kannte die youtube-Videos schon länger).

        Bleibt die Frage: warum haben wir das nicht? Na weil ein typischer deutscher „Mitte“-Wähler ein Autofahrer ist. Und weil die Deutschen (mich inklusive) von der Autoindustrie abhängig sind.
        Wenn ein CSUler oder ein SPDler sagt, er wolle den Radverkehrsanteil steigern, höre ich heraus ein „damit die Feinstaubgrenzen eingehalten werden können und wir unsere Autofahrer nicht wie die Pariser neulich einschränken müssen“. Geht es an’s Eingemachte, merkt man schnell, dass Einschränkungen für Autofahrer nur unter sehr engen Voraussetzungen geduldet werden (die Wiederwahl darf nicht gefährdet werden, wieviele %% hat Maly neulich bekommen?).
        Der urbane Raum ist schon längst aufgeteilt, die Radinfrastruktur nach NL-Vorbild erfordert relativ viel Platz, doch das Auto bleibt auf absehbare Zeit das Primat des Verkehrsraums. Würde man nach NL-Normen umbauen, dann würden die Knotenpunkte weniger KFZ/h durchlassen, die Zeitungen wären voll mit wütenden Bürgern, die über größere Staus für einen Haufen Geld schimpfen. Die Gesellschaft altert und büßt damit auch ihre Fähigkeit ein, sich für Neues zu öffnen und zu akzeptieren, dass die Zukunft anders sein kann, als die Vergangenheit.

        Kurz: wir sind von einer radfahrergerechten Infrastruktur gesellschaftlich einfach zu weit entfernt. Sind wir in 20-30 Jahren soweit? Vielleicht, aber die Zeit zu warten habe ich nicht und man kann als Einzelner oder auch als Organisation die Gesellschaft nicht in dem nötigen Maße verändern. Es entzieht sich komplett unserem Einflussbereich, das Einzige was bleibt: die deutschen Separationsanlagen hier und jetzt in Wort und Tat abzulehnen.

        Noch was: dass die Haifischzähne in Deutschland nicht eingesetzt werden, dürfte an Gegenden liegen, wo regelmäßig viel Schnee liegt. Im Sinne einer einheitlichen Regelung wird darauf verzichtet, mal mit Verkehrsschildern und mal mit Fahrbahnzeichen zu arbeiten, so meine Erklärung.

        Und dass die deutschen Planer an den unsäglichen Kopfpflastersteinen festhalten: es wäre ein massiver Umbau, dafür ist kein Geld da und die Radfahrer sind nicht so wichtig (siehe oben).

  3. Oh, Kunst im Alltag.
    Schade, dass geltende StVO-ymbole dazu verwendet werden..

  4. Das ist ein Idiotentest für Autofahrer: Wer hier erkennt, dass sich der Radstreifen auflöst, aber nicht der Radfahrer, der darf seine Fahrlizenz behalten. Alle anderen mögen diese bitte sofort abgeben.

  5. Was ich mich immer frage: Wenn sich der Planer so einen Mist überlegt, warum setzt der Ausführende das auch noch so offensichtlich untauglich um? Wer gibt solche Planungen zur Umsetzung frei? Wer nimmt solche Ausführungen ab, wenn er dafür bezahlt hat?

  6. Die Radstreifen in der Bielefelder Straße sind wieder der typisch deutsche Murks: Hauptsache, „etwas“ für Radfahrer gemacht. Die Radstreifen sind stadtauswärts neben die Autotüren gequetscht und zwingen einen im Türbereich zu fahren. Der Straßenzustand am Straßenrand ist miserabel. Die Radwegführung ist unkontinuierlich (siehe Quirinus‘ Bild). Lieber gar keinen Radweg als einen solchen Mist! Die Krönung ist dann stadteinwärts vorm Mittleren Ring die als benutzungspflichtig (!) markierte Aufleitung auf den Gehsteig, die im Nirgendwo endet.

  7. Das hier der Radstreifen im Nichts endet ist weniger das Problem, als vielmehr dass der Zustand der Straße mit heftigen Wellen am Seitenrand versehen ist. Das macht den kompletten Radweg zur Gefahrenzone. Und das komplett von der großen Kreuzung bis zur Unterführung. Fahre die Strecke jeden Tag. Da liegt man schnell im Friedhof neben an.

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