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Mit dem Fahrrad in Nürnberg unterwegs

Eine Radreise durch Bayern – Tag 4

8 Kommentare

Am Sonntagnachmittag war ich an der Österreichischen Grenze mit dem Rad losgefahren. Jetzt war es Mittwoch und zum ersten Mal gab es einen strahlend blauen Himmel und Sonne! Trotzdem war es vor allem im Schatten noch sehr kalt. Beim Start in Kelheim hatte ich Handschuhe an und eine Mütze unterm Helm.

Altmühltal am Morgen

Altmühltal am Morgen

Schon bald trennten sich Donau- und Altmühlradweg. Letzteren würde ich jetzt bis Dietfurt befahren. Am lieblichen Riedenburg vorbei über fein geschotterte Radwege, die überwiegend sehr angenehm zu fahren waren. Etwas häufiger als bisher machte ich kleine Päuschen um die Sonne zu genießen, auch mal ausgestreckt auf einer Holzbank. So hätte es von Anfang an sein dürfen. Das Altmühltal ist sehr schön und um diese Jahreszeit nicht mehr so voll wie im Sommer.

Riedenburg a.d. Altmühl

Riedenburg a.d. Altmühl

Ab Dietfurt hielt ich mich rechts, verließ den Altmühlradweg und folgte dem Main-Donau-Kanal. Der Kanal wird zum Großteil beidseitig von unbefestigten Wegen flankiert. Bis Nürnberg würde ich keine Ampeln mehr sehen. Relativ flach und gerade ist es außerdem am Kanal.

Main-Donau-Kanal

Main-Donau-Kanal

Dazu kam noch ein immer stärker werdende Rückenwind. Plötzlich kam ich sehr schnell vorwärts, ohne viel Anstrengung unternehmen zu müssen. Da kam richtig Freude und Zufriedenheit auf. Die Strecke war über weite Strecken menschenleer. Sonne, Wiesen, Äcker, Kanal, ab und zu ein Schiff und eine Schafsherde. Das war eine andere Kategorie als am Tag zuvor bei trübem Wetter an dem öden Isarradweg zu fahren. Mein ursprünglicher Plan war, nur bis Roth zu radeln und von da mit der S-Bahn die letzten 30km zu absolvieren. Als ich bereits um ca. 15 Uhr auf Höhe von Roth noch mal pausierte, war mir klar, dass ich bis nach Hause weiterfahren würde.

Eine "Mauer" als Kunstwerk am Kanal. Endet hier die Oberpfalz?

Eine „Mauer“ als Kunstwerk am Kanal. Endet hier die Oberpfalz?

Von Dietfurt bis kurz vor Nürnberg war der Weg am Kanal in einem tadellosen Zustand. Vermutlich da, wo der Zuständigkeitsbereich wechselt, war es plötzlich vorbei. Schlaglöcher, kleine Löcher, Waschbrett-ähnliche Abschnitte. Auf einmal machte es nicht viel Spaß mehr am Kanal entlang zu fahren. Hinzu kam noch die Baustelle inkl. Umleitung für die neue Schiffsanlegestelle nördlich der Eibacher Schleuse.

Umleitung ab Eibach - hier wird für viel Geld eine Anlegestelle für Flußkreuzfahrtschiffe gebaut

Umleitung ab Eibach – hier wird für viel Geld eine Anlegestelle für Flußkreuzfahrtschiffe gebaut

Dabei ist es eigentlich genial, ohne Ampeln, Kreuzungen und Autos weiterfahren zu können. Die Infrastruktur am Kanal sollte meiner Meinung nach erheblich verbessert werden, z.B. durch Asphaltierung im Bereich der Städte Nürnberg, Fürth und Erlangen, damit die Strecke im Winter geräumt und ganzjährig genutzt werden kann.

Der Nürnberger Fernsehturm

Der Nürnberger Fernsehturm

Ich bin bis Fürth-Atzenhof am Kanal weitergefahren. Von da aus waren es noch einige Kilometer im normalen Berufsverkehr bis nach Hause. Es waren -wie am Tag zuvor- wieder ca. 125km geworden. Ich hatte nicht gedacht, in 2 Tagen von München bis nach Nürnberg fahren zu können. Aber es geht und ich werde es sicherlich wieder mal machen. Vielleicht dann mal von Nord nach Süd.

Schön war es!

Autor: Quirinus

Zweirad fahren in Nürnberg und Umgebung. Meistens mit dem Fahrrad. Meine Geschichten, Bilder und Meinungen dazu findest du unter https://nuernberg2rad.wordpress.com

8 thoughts on “Eine Radreise durch Bayern – Tag 4

  1. Lekker tochje aan het maken. Eindelijk een beetje weer vandaag. Ga je nog verder? Hoe lang nog? (heb het niet allemaal gelezen. beetje te moe om het duits te vertalen) Maar petje af. Alleen begrijp ik?

  2. Schöner Trip! Bin gespannt auf mehr

  3. Hihi, die „Mauer“ markiert die europäische Wasserscheide.

  4. Sorry, aber ich wohne im Katzwang. Direkt am Kanal. Ich gehe da laufen, ich gehe da Fahrradfahren. Manchmal gehe ich auch nur spazieren. Man kann da sogar prima schwimmen. Im großen und ganzen eine gigantisches Naherholungsgebiet für tausende von Anwohnern entlang des Kanals. Auch wenn der wirtschaftlich Nutzen vielleicht nicht so gross war wie Franz-Josef sich das gedacht hatte. Und Du willst uns das jetzt alles zu asphaltieren, damit man mit dem Rad schneller vorankommt? Keine gute Idee und auch etwas egoistisch gegenüber den Leuten, vom Kleinkind bis zum Greis, die den Kanal auch anderweitig nutzen.

    • Hallo Erwin, das eine schliesst das andere nicht aus. Wenn der Weg am Kanal asphaltiert wäre, könnte man ihn auch bei schlechtem Wetter befahren und im Winter könnte man den Weg räumen. Ich kenne Leute, die müssen im Winter das Radfahren einstellen, weil sie den Arbeitsweg am Kanal entlang dann nicht mehr nutzen können. Das ist doch nur schade! Und was ist dabei das Problem für die Leute, die den Kanal auch nutzen? Der Weg am Kanal ist eine geniale kreuzungsfreie Fahrradstrecke, die noch viel mehr Potenzial hat!

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