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Mit dem Fahrrad in Nürnberg unterwegs

Spontanradweg

9 Kommentare

Auf der Stadtgrenze zwischen Nürnberg und Fürth (bei EM-Eukal) führt die Kurgartenbrücke über sowohl den Frankenschnellweg als auch über die Pegnitz. Leider ist die Straße dort deutlich schmäler als die Straßenabschnitte jenseits der Brücke. Als Radfahrer braucht man auf dem Abschnitt ordentlich Selbstbewusstsein oder man weicht auf den Gehsteig aus…was wiederum nicht erlaubt ist…

Diese Woche wurde wegen einer Baustelle eine Fahrspur gesperrt und eine Ampelanlage installiert, wodurch die Autos abwechselnd über die Brücke fahren.

Und siehe da… plötzlich kann spontan ein kombinierter Geh-/Radweg ausgewiesen werden.

Mitten im Schilderwald steht das Zeichen für den kombinierten Geh-/Radweg

Mitten im Schilderwald steht das Zeichen für den kombinierten Geh-/Radweg

Und der Witz dabei: Die Beschilderung gilt in beiden Richtungen! Und obwohl es aufgrund der sehr beengten Verhältnisse nicht optimal ist: es funktioniert 🙂

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Autor: Quirinus

Zweirad fahren in Nürnberg und Umgebung. Meistens mit dem Fahrrad. Meine Geschichten, Bilder und Meinungen dazu findest du unter https://nuernberg2rad.wordpress.com

9 Kommentare zu “Spontanradweg

  1. Und was soll daran gut sein?
    Wieso installiert man kein „Radfahrer frei“ Schild? Dann könnte jeder für sich selbst entscheiden, ob er auf der Fahrbahn oder auf diesen schmalen, gepflasterten Gehweg radfahren will, wo man noch mit behördlich angeordneter Geisterfahrerei rechnen muss.
    So wie das jetzt ist, wird man gezwungen den Gehweg zu befahren. Ich finde das alles andere als gut.

    • Ich habe nicht gemeint, dass es eine gute Lösung ist, eher meine Verwunderung darüber zum Ausdruck gebracht, wie so ein Gehweg über Nacht zum Geh-/Radweg umdeklariert werden kann. Natürlich ist die Sache viel zu schmal, aber da hier keine Massen unterwegs sind, geht es schon. Dass es 2-Richtung ist, gefällt mir aber auch überhaupt nicht.

  2. Noch was:
    Wo ist eigentlich das Schild, worauf man sieht, dass das ein Zweirichtungsradweg ist. Das fehlt hier komplett. Also noch viel gefährlicher.

  3. Ampeln brauchen eine Räumzeit, je kürzer desto leistungsfähiger. Für KFZ werden ca. 10m/s angesetzt, für Radverkehr ca. 4m/s. Das ist also der Grund für diesen Radweg. Ohne Ampeln braucht es auf der Brücke keinen Sonderweg, Fußgänger müssen den wenigen Platz nicht mit Radfahrern teilen.

  4. Ich kann der Botschaft dieses Beitrags nicht wirklich folgen. An anderer Stelle kritisieren Sie ja zurecht das Fahren auf dem Gehsteig, aber genauso wird es den Leuten anerzogen. Das ganze zeigt nur eines: Bedürfnisse des Radverkehrs werden ignoriert (in diesem Falle die notwendigen Räumzeiten) und stattdessen irgendein Schild aufgestellt.
    Auf rechter Seite den Gehweg freizugeben wäre eine nette Geste, mit der Anordnung in beiden Richtungen zu fahren entstehen nur Gefahren, a) im Begegnungsfall zweier Radfahrer auf dem zu engen Gehsteig, b) beim notwendigen zweifachen Queren der Fahrbahnen für linksseitig fahrende Radfahrer. Hauptsache, Autos werden möglichst wenig „ausgebremst“.

    • Ich gebe zu, der Ton des Beitrags war etwas zu begeistert. Ich bin kein Befürworter von Radeln auf dem Gehsteig und wenn ein Gehsteig zum kombinierten Geh-/Radweg umfunktioniert wird, ist das zwar für bestimmte Gruppen Radfahrer angenehm, aber ich gehöre nicht zu dieser Gruppe.
      Dass dieser temporär ausgewiesene Geh-/Radweg in 2 Richtungen so ausgewiesen wurde, ist vermutlich den neuen Regelungen aus der StVO zu verdanken, es ist auf jeden Fall eine schlechte Lösung, wenngleich die in der Praxis zu funktionieren scheint.
      Ich wollte eigentlich meine Überraschung darüber äußern, wie plötzlich auf einer engen Brücke (wo eine Regelung für Radfahrer sehr angenehm wäre, welche lasse ich hier mal offen) der bisher nur für Fußgänger erlaubte Fußweg über Nacht für den Radverkehr in 2 Richtungen geöffnet werden kann. Was amtlich zuerst verpönt ist, wird plötzlich amtlich ermöglicht.

  5. So, ab heute ist die Brücke saniert und Radfahrer dürfen wieder auf der Fahrbahn fahren, Nahüberholen gibt’s wie immer gratis dazu.

    • Vielleicht ist es dir aufgefallen, dass der Gehweg an beiden Seiten etwas breiter geworden ist? Die Geländer wurde etwas weiter nach außen versetzt. Ich habe Informationen, wonach der Gehweg demnächst auch für Radfahrer freigegeben wird (so wie während der Umbauphase – ging ohne Probleme). Das ist zwar nicht die beste Lösung, aber für zurückhaltende Radfahrer wenigstens eine Option.

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