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Mit dem Fahrrad in Nürnberg unterwegs

5.000 Räder im Keller! Ein Beispiel für den Nürnberger Hauptbahnhof.

6 Kommentare

Eine der Punkte, die bei der Vergabe der Auszeichnung „Fahrradfreundliche Stadt“ letzte Woche beanstandet wurden, war die mangelhafte Abstellmöglichkeit in der Umgebung des Hauptbahnhofs in Nürnberg. Vor 2 Wochen habe ich in Haarlem (Holland) die neue unterirdische Fahrradtiefgarage am dortigen Bahnhofsplatz angesehen. So geht es auch!

Nürnberg, es gibt noch viel zu tun!

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Platz für 5.020 Fahrräder unter dem Bahnhofsplatz in Haarlem (NL)

Die Stadt Haarlem wollte etwas gegen die zunehmende Anzahl Fahrräder auf den Straßen rund um den Bahnhof unternehmen und gleichzeitig bessere und vor allem sicherere Abstellmöglichkeiten für die vielen Pendler schaffen. Die Anlage kann kostenlos (!) von jedem Radfahrer benutzt werden. Die Anlage ist überwacht und von 05:00 bis 02:00 Uhr täglich geöffnet.

Wenn man bedenkt, wie hoch der Grundwasserspiegel in Haarlem ist, kann man sich vorstellen, dass der Bau nicht gerade einfach und billig war. Aber es hat sich gelohnt. Die Belegung liegt durchschnittlich bei 80%.

Hier unten noch einige Eindrücke.

So geht es in die "Fietsenstalling"

So geht es in die „Fietsenstalling“

18 Gänge mit Regalen. Die Aufsicht befindet sich links hinter der Treppe.

18 Gänge mit Regalen. Die Aufsicht befindet sich links hinter der Treppe.

Im ganzen Keller werden die Räder 2-stöckig abgestellt

Im ganzen Keller werden die Räder 2-stöckig abgestellt

Die Schienen sind sowohl oben als auch unten höhenversetzt. Dadurch können die Räder enger gestellt werden. Die oberen Schienen haben einen Gasdruckfeder, um sie leichter anzuheben.

Die Schienen sind sowohl oben als auch unten höhenversetzt. Dadurch können die Räder enger gestellt werden. Die oberen Schienen haben einen Gasdruckfeder, um sie leichter anzuheben.

Überwachungskameras in jedem Gang an der Decke

Überwachungskameras in jedem Gang an der Decke

Flacher Anstieg beim Ein-/Ausgang

Flacher Anstieg beim Ein-/Ausgang

Und so geht es wieder raus. Radeln geht erst oben wieder.

Und so geht es wieder raus.

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Autor: Quirinus

Zweirad fahren in Nürnberg und Umgebung. Meistens mit dem Fahrrad. Meine Geschichten, Bilder und Meinungen dazu findest du unter https://nuernberg2rad.wordpress.com

6 Kommentare zu “5.000 Räder im Keller! Ein Beispiel für den Nürnberger Hauptbahnhof.

  1. Ein Radlerparadies unser Nachbarland!
    Mal schauen wieviel wann auch bei uns umgesetzt wird.

  2. Und der Anhänger muss draußen parken? Zumindest kommt man damit schlecht die Rampe hoch.
    Aber sonst wäre sowas ja auch hierzulande anstrebenswert.

    • Fahrradanhänger sind in Holland nicht so weit verbreitet wie man vielleicht denken möchte. Dafür fahren immer mehr Leute mit Lastenrädern (Bakfiets) bzw. mit einem großen Korb vorne. Anhänger abstellen ist tatsächlich nirgendwo einfach in Holland. Bakfietsen gehen schon besser, sind aber auch in dem Keller nicht erlaubt. Dafür gibt es draußen neben dem Bahnhof eine spezielle Abstellanlage, aber halt draußen. In der Begründung der Stadt heißt es: Ein Aufzug wäre zu teuer geworden.
      Da sieht man mal wieder, die in den Niederlanden Probleme gelöst werden: Man macht eine Lösung, die finanziell noch im Rahmen bleibt, um 90% des Problems zu lösen. In Deutschland sieht man oft einen anderen Ansatz: Die Interessen aller Minderheiten müssen zu 100% berücksichtigt werden und am Ende passiert nichts oder es wird unendlich teuer.

      • Es ging mir nicht darum, unbedingt 100% der Interessen aller beteilgten Gruppen mit dem Parkhaus abzudecken. Aber wenn man soviel Geld in die Hand nimmt, sollte man doch auch über die Interessen von Minderheiten zumindest mal nachdenken. Denn nur wenn man darüber nachdenkt, kommt man auch zu Lösungen. Dies ist ja in diesem Fall geschehen mit der überirdischen Abstellanlage für Lastenräder. Dass in Deutschland häufig versucht wird mit einer Maßnahme alles abzudecken, kann ich weder bejahen noch verneinen. Ich sehe jedenfalls keinen Grund, warum man sowas nicht auch in Deutschland baut, sofern man denn Interesse an der Förderung des Radverkehrs hat. Ich denke eher es mangelt vor allem daran.

  3. In Wuppertal ist beim aktuell anstehenden großen Bahnhofsumbau die Fahrradstation aus Kostengründen dem Rotstift zum Opfer gefallen … was nicht gerade förderlich ist, um den Titel der fahrradfeindlichsten Stadt los zu werden 😦

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