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Mit dem Fahrrad in Nürnberg unterwegs

2 Monate Erfahrungen mit dem Brompton

6 Kommentare

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Anfang Februar am Rhein in Köln

Es sind mittlerweile fast 2 Monate, seitdem das Brompton Faltrad ins Haus kam. Trotz Winterverhältnisse hatte ich schon viele Gelegenheiten, dieses geniale Rad zu nutzen. Sicherlich hat es schon ein wenig unter dem Streusalz gelitten, aber wenn die Verhältnisse zu extrem waren, bin ich immer wieder auf das Trekking-Normalrad ausgewichen.

Vor allem in den öffentlichen Verkehrsmitteln war ich mit dem Brommie unterwegs. Und auf dem Weg zur Haltestelle oder S-Bahn-Station bin ich natürlich geradelt. Oder von der U-Bahn, S-Bahn, Straßenbahn oder vom Bus zum anvisierten Ziel.

In der S-Bahn

In der S-Bahn

So kam ich schnell und flexibel in die Arbeit, in die Nürnberger Innenstadt, nach Fürth, nach Erlangen oder nach Bamberg. Beispiel: Diese Woche hatte ich um 8:15 einen Termin in Erlangen, danach ging es ins Büro. Die Fahrstrecke: 7:40 Mit dem Brommie zur Erlanger Straße, mit Buslinie 30 nach Erlangen-Zentrum. Mit dem Brommie 7 Minuten zum Termin (8:15). Brommie mit ins Haus, in der Garderobe abgestellt. Nach dem Termin mit dem Brommie 9 Minuten zum Bahnhof Erlangen. Mit der Bahn zum Hauptbahnhof Fürth. Von da mit dem Brommie 12 Minuten ins Büro (9:30). Es steht tagsüber im Büro neben dem Sideboard. Die Kollegen haben sich an dem Anblick schon gewohnt.

Mit dem Auto lässt sich das Rad auch sehr einfach transportieren. Verschiedene Male konnte ich von jemanden im Auto ein Stück mitgenommen werden, mit Faltrad natürlich. Auch zum Wochenendausflug nach Köln, Anfang Februar, waren das Brommie und die kleine Schwester (Neobike-Faltrad) im Auto dabei. Noch nie haben wir uns so schnell und angenehm in einer anderen Stadt orientiert.

In der Straßenbahn 4

In der Straßenbahn 4

Durch das eigene Verhalten sensibilisiert, stelle ich fest, dass immer mehr Leute mit dem Faltrad in den öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs sind. Es gab auch schon einige nette Gespräche mit anderen Faltern. Mir hat das bisher sehr gefallen.

Zum Rad selbst

So ein Brompton ist ein Unikat. Das soll nicht elitär klingen, es ist einfach die Art und Weise, wie sie hergestellt und verkauft werden. Natürlich stehen auch welche im Fahrradladen herum, die man einfach so kaufen könnte, aber sobald man etwas spezielles will (und man kann es sich wünschen, denn das Rad lässt sich sehr individuell konfigurieren), dann wird das Rad einfach in London nach den eigenen Wünschen zusammengestellt. So hatte ich (aufgrund meiner Körpergröße) spezielle Anforderungen an Lenker und Sattelstange. Ein Dynamolicht sollte auch dran sein, denn auch abends/nachts will ich es nutzen können, ohne mich um den Batteriezustand eines Lampe kümmern zu müssen. Und orange sollte es sein.

Das Schwierigste war für mich die Entscheidung für die Übersetzung. Mir war von vornerein klar, dass auch manchmal Steigungen bewältigt werden müssen, also fiel die 1-Gang-Variante schon mal aus. Die 3- und 6-Gang-Varianten sind ein Pfund schwerer als die 2-Gang-Variante und das war schon mal der entscheidende Punkt für die 2-Gang-Schaltung. Ich wollte das Rad immer hauptsächlich im urbanen Umfeld verwenden, keine extreme Bergtouren, also sollten 2 Gänge reichen.

50-er Kurbel

50-er Kurbel

Bei der Probefahrt stellte ich schon fest, dass die Original-Übersetzung (Kurbel mit 54 Zähnen) zu schwer sein würde für mich. Ich bestellte deswegen die – 7%-Variante mit 50 Zähnen. Das war schon ein Stück besser, aber immer noch nicht passend für meine Bedürfnisse, insbesondere für den regelmäßigen Weg in die Arbeit. Ich hatte mit der Übersetzung einen „normalen“ und einen „schweren“ Gang. Ich wollte aber einen „leichten“ (für die Steigungen) und einen „normalen“ Gang. Deswegen bestellte ich mir nach 3 Wochen die – 18%-Variante (Kurbel mit 44 Zähnen) und montierte diese (inkl. Kette kürzen). Jetzt bin ich sehr zufrieden [Anm.Siehe unten unter P.S., die Sache wurde wieder rückgängig gemacht]. Die 50-Zähne-Kurbel habe ich auf Ebay vertickt. Einziges Problem ist bisher noch, dass die Kette manchmal einen Zahn überspringt. Das scheint aber öfters bei Brommies aufzutreten, da mache ich mir keine Gedanken. Bald ist die Erstinspektion fällig, dann kann der letzte Feinschliff erfolgen.

Auf- und Zuklappen geht nach wenig Übung sehr einfach und schnell. Das „Paket“ ist kompakt und lässt sich auch mal ein paar Meter tragen oder mit den Eazy-wheels rollen.

Im Hausflur

Im Hausflur

Jetzt steht das Brompton im Hausflur. Meistens darf es im Haus übernachten. Nur wenn es sehr nass oder dreckig ist, muss es in die Garage.

Mit dem Faltrad hat sich für mich eine neue Dimension des Radfahrens erschlossen. Klar, es fährt sich nicht wie ein Rennrad, aber auf Distanzen bis 4-5 km geht es ganz gut. In Kombination mit ÖPNV ist das Konzept Faltrad einfach genial. In der Folge haben wir letzten Monat unser Zweitwagen verkauft. Bisher klappt es prima. Bromton sei Dank!

Weitere Infos zum Brompton: Siehe rechts in der Link-Liste bzw. auf der ebenfalls verlinkten Seite von Velo-Radsport.

P.S. Juni 2014: Meine Blogstatistik zeigt mir, dass viele Leute diese Seite über Suchmaschinen aufrufen. Offensichtlich um etwas mehr über das Leben mit dem Brompton zu erfahren. Mein Tipp: Gebe im Suchfenster meines Blogs (oben) „Brompton“ ein oder klicke in der Tag-Wolke (rechts) auf „Faltrad“ oder „Brompton“ und du findest weitere Beiträge in meinem Blog mit Erfahrungsberichten, Umbau-Empfehlungen etc. Meine Meinung zu einigen Aspekten -z.B. die Übersetzung- hat sich mittlerweile geändert. Ich fahre wieder mit der 50-er Kurbel.

Autor: Quirinus

Zweirad fahren in Nürnberg und Umgebung. Meistens mit dem Fahrrad. Meine Geschichten, Bilder und Meinungen dazu findest du unter https://nuernberg2rad.wordpress.com

6 thoughts on “2 Monate Erfahrungen mit dem Brompton

  1. hallo Quirinus,

    mein brompton habich in london bestellt: auch 2gang-18, eazywheels, sonst ganz nackt, in racing green und freumich aufs bald abholen dort. ich werde damit städtefahrten machen, Paris oder (eine bouillabaisse in) Marseille oder wohin auch, immer mit dem zug. noch viele gute fahrten wünscht und viele grüße aus Freiburg Peter Busche

  2. Pingback: BbbB (Brompton braucht bessere Beleuchtung) | nürnberg2rad

  3. Pingback: 1 Jahr Brompton… und sehr happy! | nürnberg2rad

  4. Hallo Quirinus,

    wie sind Deine Erfahrungen mit der 2 Gangschalung (-7%) bei leichten bis mittleren Windböen?
    Bin mir noch nicht sicher ob ich die Standartübersetzung nehmen soll, oder die mit -7%.
    Viele Grüße aus Mannheim.
    Reiner Ader

    • Die Standardübersetzung ist fü mich definitiv zu schwer. Vielleicht ist sie gut fürs Flachland und wenn man dicke Beine hat. Oder sehr sportlich sitzt (tiefer Lenker). 2-Gang mit -7% hat sich für mich als ideal herausgestellt.

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