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Mit dem Fahrrad in Nürnberg unterwegs

Hey! …auf der Fürther Freiheit

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Heute wollte ich nach der Arbeit mal anders nach Hause radeln und wählte den Weg über die Fürther Innenstadt. Also, um es mal vorweg zu nehmen: In Fürth kommt man echt angenehm flott durch die Stadt.

Zuerst ein Stück durch die Fürther Südstadt. Über eine Vielzahl von Nebenstrassen, die übrigens über einen guten Strassenbelag verfügen, kommt man ohne Ampel-Aufenthalte leicht zum Bahnhof. Da hätte ich mir einen Fahrrad-Tunnel gewünscht. Die Bahnhofsunterführung ist theoretisch zwar mit dem Zweirad befahrbar, so ganz legal dürfte das nicht sein.

Über die Gustav-Schickedanz-Strasse kam ich auf die Fürther Freiheit. Ich freute mich schon über den netten Radweg direkt neben der Strasse als plötzlich von der Seite ein dunkler Mercedes mit einem (ungelogen) bestimmt 8 Meter langen Anhänger langsam von der Strasse auf den Fahrradweg und damit auf mich zukam. Wäre ich nicht voll in die Bremsen gegangen, hätte ich mich wahrscheinlich unter dem überdimensionierten mobilen Dönerstand wiedergefunden. Ich hatte wie immer in solchen Fällen keine Zeit und Lust nach meiner Fahrradklingel zu suchen und schrie dann auch so laut ich konnte: „Hey!!!!“ Der orientalischer orientierungloser Marktkaufmann stieg sofort auf die Bremse, wodurch ich noch mal fast auf den Anhänger knallte. Ich bin dann um das Gefährt herum gefahren und habe so was wie „bist du völlig Blind?“ durch das offene Seitenfenster gebrüllt. Danach ging es mir gleich wieder besser und habe meinen Weg nach Hause angenehm strampelnd fortgesetzt. Trotzdem fand ich es komisch, dass im weiteren Verlauf sich mehrere Markthändler mit ihren Ständen mitten auf dem Radweg breitgemacht hatten.

Manche Fürther können aber auch anders, das ist mit schon öfter aufgefallen. Es scheint da unter Autofahrern eine etwas weiter verbreitete Angewohnheit zu sein, an relativ breiten Strassen so ca. 2 Meter links hinter dem Radfahrer her zu schleichen. Zuerst merke ich es nicht so, dann stelle ich fest, dass  das Auto hinter mir vermutlich gleich rechts abbiegen will und deswegen respektvoll wartet bis ich an der Kreuzung vorbei bin. Dann stelle ich fest, dass gar keine Kreuzung in Sicht ist. Ab da fange ich an mich mal unzuschauen, was eigentlich hinter mir los ist. Nichts…., gar nichts. Meistens hängt aber schon eine Schlange von 5 Autos an meinem Hinterrad und ich denke mir nur: „Warum können die nicht einfach überholen? Haben die Angst vor mir?“. Wohlgemerkt: Es handelt sich um breite Strassen ohne Gegenverkehr, gut einsehbar etc.etc. Meistens sind es alte Opis und Omis oder Mädchen, die aller Anschein nach eine Woche zuvor ihren Führerschein gemacht haben.

Ich finde es toll, wenn Autofahrer mich mit Respekt auf der Strasse wahrnehmen, aber solche Überholverweigerer machen den ganzen Effekt zunichte. Die 4 Autos dahinter haben meistens nicht solche Hemmungen, sind letztendlich sehr ungehalten wenn sie endlich mal an der Reihe sind mich zu überholen und lassen das dann deutlich merken. Fazit: 1 Mensch mit übertriebener Vorsicht und 4 mit Agressionen gegen den armen Radfahrer….

Sollten sich alle mal normal verhalten! Jaja, in Fürth ist es schön radeln 🙂

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Autor: Quirinus

Zweirad fahren in Nürnberg und Umgebung. Meistens mit dem Fahrrad. Meine Geschichten, Bilder und Meinungen dazu findest du unter https://nuernberg2rad.wordpress.com

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