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Mit dem Fahrrad in Nürnberg unterwegs


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Und wieder Nachwuchs im Radstall (5)

Batavus -Old Dutch-

Batavus -Old Dutch-

Bei unserem letzten Holland-Trip wuchs bei meiner Frau der Wunsch nach einem echten Hollandrad. Gazelle, oder Batavus sollte es sein. Bei den Händlern in Holland waren die Lieferzeiten für die gewünschte Rahmengröße immens. Dazu käme noch die Problematik mit dem Transport nach Nürnberg. Deswegen habe ich es bei www.hollandrad.com probiert und das hat funktioniert. Nach ca. 2 Wochen war das Rad da und wurde heute in Betrieb genommen.

Mit Melkkrat (Milchkiste) und Fahrradtaschen ist es ein ideales Transportrad. Zum Erledigen des täglichen oder wöchentlichen Einkaufs ist es super geeignet. Den erste Einkauf haben wir damit heute schon mal heimgebracht.

Fahrradtaschen und Transportkiste machen aus dem Rad ein ideales Einkaufsfahrzeug

Fahrradtaschen und Transportkiste machen aus dem Rad ein ideales Einkaufsfahrzeug

Je mehr ich mich mit dem Thema “Fahrrad als alltägliches Transportmittel” beschäftige, desto mehr wundere ich mich, dass viele Leute in Nürnberg und Umgebung auf Fahrrädern unterwegs sind, auf denen man nichts transportieren kann, außer in einem Rucksack am Körper.

 


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Lauter Omnibusse in der Altstadt

Augustinerstraße Richtung Hauptmarkt

Augustinerstraße Richtung Hauptmarkt

Tourismus ist wichtig für Nürnberg, aber müssen die Omnibusse bis an den Hauptmarkt stehen? Warum müssen die dort stehen bleiben? Können die nach dem Entladen der Fahrgäste nicht einfach wieder raus? Oder gleich draußen bleiben? Es ist eh schon so eng in der Altstadt und ein schöner Anblick ist es auch nicht.

Für Radfahrer ist überall zu wenig Platz… Schon klar, warum….

 


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An der Karlsbrücke…

An der Karlsbrücke und am Trödelmarkt in Nürnberg geht es eng zu. Aus dem Grund ist es für Radfahrer nicht erlaubt, entgegen der Fahrtrichtung zu fahren.

Trödelmarkt, zu eng zum Radeln, breit genug um zu parken...

Trödelmarkt, zu eng zum Radeln, breit genug um zu parken…

Trotzdem hindert es diesem Sportwagenfahrer (nicht sportlich genug um ein paar Meter zu gehen) nicht daran, einfach dort mitten auf der Straße zu parken. So ein Verhalten ist statistisch häufiger bei Besitzern von sogenannten Oberklassefahrzeugen zu verzeichnen.

An diesem Wochenende findet im Casablanca Filmkunsttheater das Fahrad Filmfestival statt. Bei einer Podiumsdiskussion zum Thema Radverkehr in Nürnberg am Samstagabend fand ich den Vorschlag vom Diskussionsteilnehmer Ric (Radkurier bei CycleCowboys) ganz gut: Die Nürnberger Innenstadt soll für Autoverkehr gesperrt werden und es soll mehr grün und mehr Platz für Fußgänger und Radfahrer geschaffen werden. Die Autos, die hier parken sind mehr Hindernis als Segen.

Wie es anders geht, zeigt dieser Film aus Holland (Stadt Groningen) –> Klick


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Radfahrer absteigen…. mal wieder….

Baustelle Sigmundstraße

Baustelle Nürnberg Sigmundstraße

Dieses unappetitliche Schild “Radfahrer frei” sollte es nach Anordnung vom Verkehrsplanungsamt in Nürnberg eigentlich nicht mehr an Baustellen geben.

Freitag Vormittag (08.05.15) komme ich an der Sigmundstraße an diese Baustelle. Ich habe angehalten und die Herren der N-Ergie gefragt, wer angeordnet hat, dass dieses Schild dort hängt. “Das haben wir gemacht”, hieß es dann.

Die Baustellen werden von SÖR, von Fremdfirmen und auch von der N-ergie errichtet. Es wird noch einige Zeit dauern, bis die positiven Vorstellungen der Stadtverwaltung bis in die ausführenden Ebenen durchgedrungen sind. Ich werde mich mal dran versuchen…


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3 Veranstaltungen für Fahrrad-begeisterte

Auf die folgenden 3 Veranstaltungen, die in den kommenden Wochen in Nürnberg stattfinden, möchte ich aufmerksam machen:

Drittes Nürnberger Fahrrad Filmfestival

vom 8. bis 10. Mai

vom 8. bis 10. Mai

3 Tage lang lauter Filme rund ums Fahrrad. Vom 8. bis 10. Mai im Casablanca Kino in der Südstadt. Kartenreservierung ist sehr empfohlen.Es werden extra Fahrradständer von der Stadt Nürnberg hingestellt, damit jeder sein Rad anschliessen kann. Mehr zum Programm unter www.casa.bike oder klicke auf das Bild hier oben.

Retro Rennradtour

16. Mai

16. Mai

Eine Ausfahrt mit alten Rennrädern von vor 1993. Ich habe die Tour in den letzten Jahren schon mehrfach gemacht und fand es immer wieder schön. Jeder mit einem alten Rennrad kann mitmachen. Abfahrt am 16. Mai um 10 Uhr an der Coubertinstraße in Fürth. Infos auch auf der ADFC-Seite.

Cyclehack Nuremberg

19. bis 21. Juni

19. bis 21. Juni

Für Nürnberg noch unbekannt, aber sehr interessant. Vom 19. bis 21. Juni findet weltweit der Cyclehack statt. Aus der ganzen Welt nehmen Gruppen an der Veranstaltung teil. Ziel ist es, in den 3 Tagen Lösungen für alltägliche Fahrradprobleme zu entwickeln und umzusetzen. Dafür wurde mit dem FabLab ein idealer Veranstaltungsort gewählt. Die Teilnehmer können dort basteln, schrauben, schweißen und werden kulinarisch perfekt versorgt. Anmeldung auf der Seite www.cyclehack.de


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Kritik an Unfall-Berichterstattung

Zuerst ist es natürlich schockierend, was vor 2 Tagen in Erlangen passiert ist. Ein schreckliches Ereignis für alle Beteiligte und Verwandte. Den Unfallhergang möchte ich nicht kommentieren, dazu fehlen mir die relevanten Informationen und die Lust.

Um was es mir geht, ist die Art der Berichterstattung in den Lokalmedien. Zuerst wird korrekt über den Unfall berichtet. Dann aber geht es im letzten Absatz in die falsche Richtung:

Im Satz zuvor wird beschrieben, dass der Radfahrer gestorben ist. Im Anschluß kommt die Information, dass der Autofahrer einen Schock erlitten hat. Das ist verständlich und auch schlimm. Aber warum müssen Automarke und -Typ genannt werden? Und der Sachschaden am VW Tiguan in Höhe von ca. 1000 Euro? Was ist da passiert? Gab es vielleicht einen Kratzer im Lack der Stoßstange? Wo ist da die Relevanz und die Relation zum Unfalltot eines Menschen?

Warum werden Marke und Typ des Fahrrads nicht erwähnt? Und die Höhe des Sachschadens am Fahrrad?: “Am Hercules De Luxe enstand ein Totalschaden in Höhe von ca. 400 Euro”. Merkst du es auch? Wie albern das klingt? Deswegen wäre ich dafür, dass solche Berichte nicht einfach 1:1 aus dem Unfallbericht der Polizei übernommen werden, sondern dass Journalisten hier für Qualität und etwas Pietät sorgen. Lasst den Auto-Unsinn einfach weg!

Ich schicke diesen Beitrag mal an die Redaktion. Hoffentlich bewirkt das was.


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Lernen von Holland (1) – Ausfahrten

Ich möchte eine Serie mit praktischen Fahrradlösungen aus Holland starten. Es geht um kleinere und größere Lösungen für die Fahrrad-Infrastruktur. Was im holländischen Straßenbild ganz normal und selbstverständlich ist, ist es bei uns in Nürnberg und Umgebung noch lange nicht.

Speziell die andere Umsetzung vieler Details, macht das Radfahren in Holland im Alltag viel angenehmer und sicherer. Wer in Holland mal mit dem Rad unterwegs war, weiß die Vorteile der dort üblichen separaten Radwege-Infrastruktur zu schätzen. Dass diese mit den bei uns in Franken umgesetzten Radwegen oftmals nicht viel gemein hat, soll kein Grund sein, separate Radwege grundsätzlich abzulehnen, sondern dies soll ein Ansporn sein, die Radwege in Franken komfortabler und sicherer zu gestalten. Nur mit einer guten separaten Fahrrad-Infrastruktur, wird es möglich sein, ein großer Teil der Autofahrer zum Umstieg aufs Rad zu bewegen.

Das erste Thema: Grundstücksausfahrten.

Mit Erstaunen und Enttäuschung habe ich festgestellt, dass beim gerade fertiggestellten neuen Radweg an der Erlanger Straße, das herkömmliche Radfahrer-feindliche Ausfahrten-Design verwendet wurde, das wir seit Jahren kennen. Ich weise explizit auf dieses Beispiel hin, weil ich der Meinung bin, dass es besser geht. Und zwar ohne Mehraufwand! Und weil die bisherige Art der Umsetzung nicht mehr zeitgemäß ist.

Neuer Grundstücksausfahrt an der Erlanger Straße. Der Radweg ist unterbrochen.

Neuer Grundstücksausfahrt an der Erlanger Straße. Der Radweg ist unterbrochen.

Die Merkmale solcher Grundstücksausfahrten, die separierte Radwege/Fußwege kreuzen:

  • Der Asphalt des Radweges wird durch Plastersteine unterbrochen. Das ist erstens unbequem für den Radfahrer und zweitens unsicher, denn der Autofahrer, der die Ausfahrt verlässt, hat keinen deutlichen optischen Hinweis, dass er jetzt einen Radweg / Fußweg quert.
  • Das Niveau des Radweges wird bei jeder Ausfahrt abgesenkt. Auch das ist für den Radfahrer unbequem, vor allem wenn mehrere Ausfahrten direkt nacheinander platziert sind (siehe Bild unten). Man kommt sich vor wie bei einem Kamelritt. Das Sicherheitsproblem dieser Konstruktion: Der einbiegende Autofahrer kann ohne Abbremsen in die Einfahrt reinfahren, da die Absenkung auf Fahrbahnniveau ihm das ermöglicht.

Und dann stellt man fest: Diese Art von Ausfahrten sind zu 100% für die ein- und ausfahrenden Autos optimiert. Die Interessen der Radfahrer und Fußgänger werden hier überhaupt nicht berücksichtigt! Bei der Ausfahrt an der Erlanger Straße kann man sogar vermuten, dass diese vielleicht 2x täglich von einem Auto benutzt wird. Und an guten Tagen fahren hier sicherlich 1.000 Radfahrer vorbei. Das ist der eigentliche Skandal dieser Konstruktion.

Für eine fahrradfreundliche Stadt gehört sich das anders. In stelle hier mal die Lösung aus Holland (2 Beispiele) vor. Das wird nicht nur bei Ausfahrten, sondern auch bei der Querung von Seitenstraßen verwendet. (Auf die Seitenstraßen komme ich in einem zukünftigen Blog-Beitrag noch mal).

Grundstückseinfahrt mit Beton-Kerbstones. 2-Richtungsradweg

Holland 1: Grundstückseinfahrt mit Beton-Kerbstones. 2-Richtungsradweg

Holland 2: Grundstückseinfahrt für Radfahrer kaum auffällig.

Holland 2: Grundstückseinfahrt für Radfahrer kaum auffällig. Für Autofahrer aber sehr deutlich.

Was zeichnet diese Ausfahrt aus?

  • Der Radweg (durchgehend mit rotem Asphalt!) und der Fußweg werden auf dem gleichen Niveau weitergeführt (kein Kamelritt). Durch die Gestaltung der Oberfläche wird es dem ausfahrenden Autofahrer sofort deutlich, dass er hier mit querenden Verkehrsteilnehmern rechnen muss. Die Radfahrer und Fußgänger haben indes keine Komforteinbuße und können ungehindert weiter fahren und gehen.
  • Der einfahrende Autofahrer muss die kleine Rampe überwinden um Rad- und Fußweg zu queren. Dazu muss die Geschwindigkeit des Fahrzeugs erheblich reduziert werden. Ein weiterer Sicherheitsaspekt, der insbesondere bei separaten Radwegen sehr wichtig ist!

Man sieht, dass durch solche kleine aber durchdachte Maßnahmen, die Sicherheit und der Komfort für den Radverkehr erhöht werden können, ohne den Autoverkehr zu benachteiligen. Die Radfahrer in Nürnberg freuen sich, wenn die Planer des Verkehrsplanungsamtes dieses Design ab sofort bei neuen Radwegen übernehmen.

Anbei noch 2 Beispiele, wie es nicht sein sollte:

Schweinauer Hauptstraße

Schweinauer Hauptstraße

Sigmundstraße - Gehweg/Radfahrer frei. Mehrere Ausfahren nacheinander. Kopfsteinpflaster.

Sigmundstraße – Gehweg/Radfahrer frei. Mehrere Ausfahren nacheinander. Kopfsteinpflaster.

P.S. am 08.04.15: Das ursprüngliche Holland-Bild habe ich durch 2 bessere Beispiele ersetzt.

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