nürnberg2rad

Mit dem Fahrrad in Nürnberg unterwegs


Hinterlasse einen Kommentar

Deine Meinung ist gefragt: ADFC-Klimatest nur noch wenige Tage!

ADFC-Fahrradklima-Test_348x178Der ADFC-Fahrradklima-Test läuft nur noch wenige Tage (bis Ende November). In September hatte ich dazu schon mal einen Aufruf gestartet. Auf der Internetseite des ADFC kann man den Zwischenstand der Teilnahme (ohne Ergebnisse) zum 18.11.14 einsehen. Nürnberg liegt da etwa auf dem Niveau vom letzten Test 2012. Erlangen liegt deutlich darunter (?) und Fürth hat schon mehr als 3 mal so viele Teilnehmer wie noch 2012 (!).

Mache jetzt noch mit, damit deine Meinung mitzählt. Die Fragen sind gut, die Teilnahme dauert keine 4 Minuten.

Hier geht es zum –> Fahrradklima-Test


4 Kommentare

Das Auto einfach mal öfter stehen lassen…

Die automobile Zukunft?
Die automobile Zukunft?

Der Eigentümer dieses Fahrzeugs hat es schon etwas länger stehen lassen. Ich beobachte dieses Exemplar schon ca. 1 Jahr und bestaune wie die Natur nach und nach versucht das Auto zu zerlegen. Ich wünsche ihr viel Erfolg dabei :-)  (bis das Öl rausläuft, dann werde ich irgendwelche Behörden einschalten)


6 Kommentare

Falschparken ist zu billig in Deutschland – Du kannst was dagegen tun!

Falschparker behindern fast überall

Falschparker behindern fast überall

Im europäischen Vergleich ist das Falschparken in Deutschland so billig wie nirgendwo. Lediglich 20,-€ Strafe drohen, wenn man erwischt wird. Egal ob auf Rad- oder Gehweg oder in zweiter Reihe. Parken auf Behindertenparkplätzen kostet nur geringfügig mehr (35,-€). Da geht es dem Übeltäter in Holland schon ganz anders an den Kragen (360,-€!). Im Schnitt kommt der Autofahrer in Deutschland 75% billiger davon als bei den Nachbarn. Ist das eigentlich normal?

In Deutschland wir Falschparken wohl oft nur als Kavaliersdelikt angesehen. Das soll sich ändern, bringen Falschparker doch andauernd andere Verkehrsteilnehmer in Nöten oder Gefahr. Außerdem nimmt das Falschparken in den letzten Jahren stark zu (Zunahmen von 25-40% in den letzten 4 Jahren in mehreren Städten).

Dieses Wochenende startet eine neue Online-Petition, mit dem Ziel, die Bußgelder für Falschparken in Deutschland auf ein durchschnittliches europäisches Niveau zu bringen.

Hier geht es direkt zur –>  Online-Petition

Hier geht es –> zur Aktionsseite des Initiators (www.clevere-staedte.de)

Zusammenfassung der Forderungen der Petition

Zusammenfassung der Forderungen der Petition – Quelle: http://www.clevere-staedte.de

Viele Fahrradblogs und Facebookseiten weisen gemeinsam auf diese Aktion hin, damit viele Unterzeichner gewonnen werden. Wenn 120.000 Bürger unterschreiben, muss der Bundestag sich mit dem Thema befassen.

Deswegen bitte mitmachen, sofort!


16 Kommentare

Bündnis Radfairkehr – erste Aktion

Am letzten Freitag hat das Bündnis Radfairkehr eine erste Aktion durchgeführt. Das Bündnis will etwas offensiver darauf hinweisen, dass der Radverkehr nicht den Stellenwert erhält, den ihn zusteht. Bei der Zuteilung von Geldern, Platz und Rechten. Um die Aufmerksamkeit auf diese Defizite zu lenken, werden öffentlichkeitswirksame Aktionen im Stadtgebiet geplant.

Fahrradstraße - Aktion

Fahrradstraße – Aktion Radfairkehr

So nahm sich das Bündnis Radfairkehr symbolisch die Fahrradstraße vor. Diese Straße heißt wirklich so (siehe Bericht) und ist grundsätzlich breit genug um für Radfahrer in beiden Richtungen die Durchfahrt zu ermöglichen.

Fahrradsymbol wird mit Sprühkreide angebracht

Fahrradsymbol wird mit Sprühkreide angebracht

Teilnehmer der Aktion brachten mit Sprühkreide Fahrradsymbole und eine Linienmarkierung auf der Fahrbahn an.

Nette Eigenkreation: "Radfahren erwünscht"

Nette Eigenkreation: “Radfahren erwünscht”

Außerdem wurde unter dem Schild “Durchfahrt verboten” ein Zusatzschild angebracht. Die Aktion war gut für ein großes Foto in der Samstagszeitung, direkt unter dem Artikel, in dem der ADFC auf die fehlenden finanziellen Mittel bei der Haushaltsplanung der Stadt Nürnberg hinweist.

(Danke an Matthias für die Zuverfügungstellung der Fotos)

Bündnis Radfairkehr im Web: http://www.radfairkehr.de/ und auf Facebook: https://www.facebook.com/Radfairkehr


2 Kommentare

Bei Sonnenaufgang…

Heute 7:25 Uhr, kurz nach Sonnenaufgang im Knoblauchsland

Heute 7:25 Uhr, kurz nach Sonnenaufgang im Knoblauchsland

Obwohl es zurzeit spürbar frischer wird am Morgen, macht es mir immer noch viel Freude, mit dem Rad ins Büro zu fahren. Heute war ich etwas früher als sonst und habe diesen schönen Sonnenaufgang geknipst.

Auf den Straßen im Knoblauchsland, zwischen Nürnberg-Boxdorf und Fürth-Poppenreuth sind trotz fortschreitenden Herbsts immer noch viele Radfahrer unterwegs. Einige sehe ich mehrmals pro Woche und wir grüßen uns mittlerweile, wenn wir uns begegnen. Mir gefällt das. Welcher Autofahrer hat schon das Vergnügen, dass er von den Menschen, die im täglich entgegenkommen, ein herzliches “Guten Morgen” zugerufen bekommt?

Am Abend ist es dann schon dunkel. Da sehe ich nur die Scheinwerfer und nicht wer dahinter strampelt…


Ein Kommentar

Immer mehr Initiativen für den Radverkehr in Nürnberg

Die Anzahl Initiativen, die sich für bessere Bedingungen im Radverkehr einsetzen, hat in letzter Zeit deutlich zugenommen.

Seit vielen Jahren gibt es den ADFC mit dem eigenen Kreisverband Nürnberg (www.adfc-nuernberg.de).

ADFCCa. 2.400 Mitglieder hat der Fahrradclub und bietet ein sehr breites Spektrum an Aktivitäten. Ich bin seit 2 Jahren Mitglied und aktiv in der Arbeitsgruppe “Verkehr”. Nicht die leichteste Aufgabe in einer Stadt, die von Kopfsteinpflaster und Auto-liebenden Politikern dominiert wird.

Jeden letzten Freitag im Monat treffen sich ab 18 Uhr spontan Hunderte von Radfahrern am Nürnberg Opernhaus. Irgendwann fahren sie los und bewegen sich als (mehr oder weniger) geschlossenen Verband als CRITICAL MASS durch die Stadt. Waren es vor 2 Jahren noch regelmäßig ca. 100 Radfahrer, sind es mittlerweile bis zu 800. Organisiert wird die Fahrradfahrt nicht. Es gibt nur eine Seite auf Facebook, die von über 2.900 Personen abonniert wurde.

Im Sommer erschien dann die Initiative I BIKE NBG mit eigener Homepage und Facebookseite. Matthias und Bastian bieten T-Shirts dort zum Verkauf an. Mit dem Erlös sollen Projekte zur Förderung der Fahrradkultur in Nürnberg unterstützt werden.

Bildschirmfoto vom 2014-10-31 17:04:07

Auf der Facebookseite wird außerdem gerne über Radverkehrsthemen aus Nürnberg und sonstwo diskutiert.

Zuletzt hat sich das Bündnis RadFairKehr formiert. Mehrere Radfahrer(innen), die mit der aktuellen Situation in Nürnberg unzufrieden sind, wollen die Öffentlichkeit mit Aktionen darauf hinweisen. Eine Facebookseite gibt es schon. Weitere Unterstützer sind herzlich willkommen.

RadfairkehrAlle Initiativen haben im Grunde genommen das gleiche Ziel: Bessere Bedingungen für Radfahrer, damit mehr Leute aufsteigen und damit ist implizit der Wunsch verbunden, dass weniger Autos in der Stadt unterwegs sein werden. Denn das ist das höhere Ziel: Eine lebenswertere Stadt, die leiser, geräumiger und gesünder ist!


13 Kommentare

Äußere Bayreuther Straße – Licht und Schatten

An der Äußeren Bayreuther Straße wurde in den letzten Monaten sehr viel Geld verbuddelt. Sehr viel Geld aus dem Radwege-Etat der Stadt Nürnberg. Im Verhältnis deutlich zu viel sogar. Dabei rausgekommen ist für den Radverkehr nicht sehr viel Kreatives. Die Strecke wäre prädestiniert für einen Hochbord-Radweg nach niederländischem Modell, weil der Autoverkehrsanteil hier sehr groß ist und die 50km/h nur selten eingehalten wird. Leider wurde nur ein Fahrradstreifen abmarkiert und erst am Ende der Umbaumaßnahme (siehe Foto) wird der Radweg etwas abgesetzt von der Autofahrbahn weitergeführt. Man braucht sich mittlerweile echt nicht mehr wundern, warum so viele Radfahrer auf Gehwegen unterwegs sind: Sie werden da meistens hin gelenkt oder fühlen sich nur da sicher vor den vorbeirasenden Autos.

Positiv hervorheben möchte ich hier die Lösung an der Ampel der T-Kreuzung gegenüber von der Ziegelsteinstraße.

Umgehung der für Radfahrer unnötige Ampel an der Ecke Ziegelsteinstr./Äußere Bay.Str.

Umgehung der für Radfahrer unnötige Ampel an der Ecke Ziegelsteinstr./Äußere Bay.Str.

Wenn man Autofahrer aufs Rad locken will, muss man dafür sorgen, dass man mit dem Rad mindestens so schnell durch die Stadt kommt als mit dem Auto, am besten noch viel flotter. In der Regel versuchen deutsche Radfahrer ihr Nachteil durch schnelles Fahren zu kompensieren, was allerdings einige Nachteile mit sich bringt: Schwitzen, Anstrengung, Rambo-Gehabe etc. Der Radfahrer in den Niederlanden fährt ruhiger und ist trotzdem flott unterwegs, weil die Verkehrsführung für ihn vorteilhafter gestaltet ist als für den Autofahrer. Solche Lösungen wie oben zu sehen sind dort der Standard und auch Rechtsabbiegen an Kreuzungen wird meistens erlaubt. So macht Radfahren Spaß!

Weniger lustig ist folgende Situation einige Hundert Meter weiter nördlich. Hier wurde eine Bus-Haltebucht mit Ampeln nur gegen Radfahrer ausgestattet. Was soll das, um Himmels willen?

Sinnlose Ampel als Schikane gegen Radfahrer

Sinnlose Ampel als Schikane gegen Radfahrer

Am Ende der Bucht folgt eine weitere Ampel. Hier wird der Radfahrer innerhalb von 100 Metern 2x ausgebremst, obwohl nicht einmal ein Bus in der Nähe ist. Diese Ampel soll weg! Heranfahrende Busse können abbremsen und den Radweg queren, wenn er frei ist. Gelegenheiten dazu gibt es zuhauf, auch wenn der Radweg hier ein 2-Richtungs-Radweg ist. An anderen Stellen in der Stadt geht das auch. Alternativ lässt man die Radfahrer durch die Bus-Bucht fahren. Auch eine Option.

Diese Ampel löst bei mir nur Wut aus und bei vielen anderen Radfahrern genau so. Ampeln sind primär zur Regulierung des Autoverkehrs entstanden und sollen den Radverkehr nur tangieren, wenn es echt nicht anders geht. Hier gibt es Nachbesserungsbedarf!

 

Folgen

Erhalte jeden neuen Beitrag in deinen Posteingang.

Schließe dich 99 Followern an