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Mit dem Fahrrad in Nürnberg unterwegs


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Radschnellwege rund um Nürnberg erhalten einen Schub!

Vor einer Woche durfte ich auf der Fachtagung für Radverkehr in Bayern eine halbe Stunde lang das Konzept des ADFC-Nürnberg/Erlangen/Fürth/Schwabach vor ca. 90 Fachleuten vorstellen und um Unterstützung für das Vorhaben bitten. Kaum ist eine Woche vergangen und jetzt steht heute Abend das in der Zeitung:

Quelle: nordbayern.de

Quelle: nordbayern.de – Für mehr –> Bild anklicken

Wir freuen uns sehr, dass das Vorhaben in so kurzer Zeit die Fachleute und den Innenminister überzeugen konnte. Jetzt geht es darum, das Konzept auszuarbeiten. Gleichzeitig sollen auch die Bemühungen für innerstädtische Verbesserungen der Städte in Mittelfranken weiter intensiviert werden.

Auf der Fachtagung hat eine niederländische Verkehrsplanerin folgende Aussage gemacht, die mir sehr gut gefallen hat:

“Der Anstieg des Radverkehrs ist kein Ziel für sich. Das eigentliche Ziel ist, die Lebensqualität in den Städten zu erhöhen. Um das zu erreichen, sollen Maßnahmen für Fußgänger und Radfahrer stark gefördert werden!”


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Radwege – soll und ist

Der Architekt und Philosoph Christopher Alexander hat in den 70-er Jahren an der Universität von Oregon, USA,  ein interessantes Experiment durchgeführt. Zwischen den Gebäuden wurde Rasen gesät. Dann ließ man die Studenten 2 Monate ihre täglichen Wege gehen. Nach den 2 Monaten waren zwischen den Gebäuden Trampelpfade entstanden, die ganz klar zeigten, welche die bevorzugten Gehstrecken der Studenten waren. Diese Strecken wurden dann zu richtigen Wegen umgestaltet.

Der kürzeste Belag ist nicht der kürzeste Weg

Der kürzeste Belag ist nicht der kürzeste Weg

Im Knoblauchsland gibt es diese anschauliche Situation. Irgendwer (die Stadt oder Privatleute?) hat das Stück Wüste zwischen Straße und Abkürzung geschottert. Die Radfahrer wählen aber eindeutig die Strecke links davon. Der vorgesehene Weg wird nicht akzeptiert. Wenn es geregnet hat, befindet sich unten eine große Pfütze. Ansonsten wäre der Weg über den Schotter eher eine Art Zig-Zag-Route. So entstand im Laufe der Zeit der Trampelpfad für Radfahrer.

Diese Situation ist aus meiner Sicht symptomatisch für viele Radstrecken in Nürnberg (nicht alle!). Vor allem ältere Radvorrichtungen sind eher um die Autostraßen herum geplant und errichtet worden. Der gemeine Radfahrer ist aber sehr Streckensensibel. Ich vergleiche das Streckenverhalten von Radfahrern oft mit Wasser: Es sucht sich den kürzesten und direktesten Weg von A nach B. Deswegen sieht man viele Radfahrer an Stellen, wo sie nicht sein sollten, z.B. auf Gehwegen oder als Geisterfahrer auf einspurigen Radwegen.

Die bisherige Art damit umzugehen ist meistens entweder ignorieren oder bestrafen. Ich möchte die Politik und Verwaltung jedoch dazu aufrufen, diese Art von intuitiven Strecken zu prüfen. Es zeigt, wo Leute fahren wollen um von A nach B zu kommen. Nur wenn man diese Bedürfnisse Ernst nimmt und dafür die passende Lösungen errichtet, wird man Akzeptanz bei Radfahrern ernten und gute Verbindungen schaffen.


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Es gab einmal einen Radweg in Fürth…

Fürth, Rudolf-Breitscheid-Straße/Fürther Freiheit: Irgendeinen Grund wird es bestimmt haben, weshalb der Radweg unzähligen Parkplätzen geopfert wurde…

Fürther Freiheit

Fürther Freiheit

Ob der Bedarf an Parkplätzen tatsächlich besteht, kann ich schwer sagen. Am Samstagnachmittag wohl kaum. Schade, dass der Radverkehr dem ruhenden Autoverkehr untergeordnet wird.

Weiß jemanden, warum das gerade so ist bzw. wie lange das noch geht?


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Man kann was gegen Falschparker tun!

Die "Spuckis" kleben wie Briefmarken

Die “Spuckis” kleben wie Briefmarken

Wer genau so wie ich von den unverbesserlichen Falschparkern auf Rad- und Gehwegen genervt ist, kann den Übeltäter fotografieren und das Foto einsenden. Manchmal trifft man aber auf hartgesottene Wiederholungstäter, die jeden Tag an der gleichen Stelle den Radweg (verbotenerweise) blockieren.

Wer mag, kann es mal mit diesen “Spuckis” versuchen. Es gibt kleine Blocks mit 50 Stück beim ADFC im online-Shop oder im ADFC-Infoladen in der Heroldstraße in Nürnberg.

Die kleinen Aufkleber sind aus Papier und werden wie eine Briefmarke von hinten angeleckt. Das Aufkleben auf fremden Autos wird vermutlich als Sachbeschädigung geahndet, also sollte man sich das schon überlegen weil es nicht erlaubt ist. (Das dauerhafte Parken auf Radwegen ist auch nicht erlaubt und mitunter gefährlich.) Mit einem bisschen warmen Wasser lässt sich so ein Aufkleber aber leicht wieder vom Autofenster entfernen. So schlimm ist es also eigentlich nicht.

Ich sag’s euch…. Es befreit ungemein, so etwas im Vorbeifahren anzulecken und … es funktioniert!


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Kurze Fahrradfilme …

Heute fand in Fürth -wie berichtet- die Fahrrad-Kurzfilmrolle statt. Der Saal im Uferpalast-Kino war voll. Einige bekannte Gesichter aus der Fahrradszene waren dabei.

Die Auswahl der Filme war ok, aber aus meiner Sicht nicht berauschend. Nach einer Stunde war die gemeinsame Fahrt zum Babylon-Kino angesagt.

Kurz vor der Abfahrt ins Babylon-Kino

Kurz vor der Abfahrt ins Babylon-Kino

Geschätzte 35 Radfahrer machten die Fürther Innenstadt bei traumhaftem Wetter kurzfristig zur Fahrradzone. Da staunte so mancher Fußgänger und Autofahrer…

Critical Mass-Feeling in der Fürther Innenstadt

Critical Mass-Feeling in der Fürther Innenstadt

Im Babylon ging es mit einigen Filmen weiter. Alles in allem eine nette Veranstaltung, die es verdient, nächstes Jahr wiederholt zu werden. Allerdings wünsche ich mir dann etwas mehr Pfiff bei der einen oder anderen Filmwahl. Außerdem wäre eine kurze Anmoderation schön gewesen.

Improvisierter Abstellplatz für das Fahrradgepäck in der Ecke des Kinosaals (jetzt weiß Ludwig, warum ich solche Fotos mache :-)

Improvisierter Abstellplatz für das Fahrradgepäck in der Ecke des Kinosaals (jetzt weiß Ludwig, warum ich solche Fotos mache :-)


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Kurz aufs Rad – Kurzfilmrolle am Sonntag in Fürth


Am Sonntag 30.03.2014 um 17:00 Uhr startet ein kleines Fahrrad-Filmfestival im Uferpalast in Fürth. Es werden mehrere Fahrrad-Kurzfilme gezeigt. Mitten drin radelt man gemeinsam in das Babylon-Kino um die restlichen Filme anzusehen. Ich habe mir schon meine Karten reserviert. Mehr Infos auf der Homepage des ⇒ Uferpalast oder Babylon.

Kurzfilmrolle

Mit schönem Dank an Olaf vom ADFC-Fürth, der sich sehr dafür eingesetzt hat!


 

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